Paleo. Essen wie die Steinzeitmenschen.

Essen wie unsere VorfahrenWer den Entschluss gefasst hat sich gesünder zu ernähren oder abzunehmen, steht heute vor einer unüberschaubaren Auswahl an Diäten und Ernährungsplänen, wovon viele lediglich Trends, teilweise ungesund und oft auch einfach nicht zielführend sind. Der Ansatz der Paleodiät ist ein etwas anderer. Dieser basiert, wie der Name Paleo verrät, auf Zeiten des Paloolithikums, auch genannt Alt-Steinzeit, und legt den Fokus auf hohe Lebensmittelqualität, anstatt Quantität. Dieses Konzept beinhaltet keinen vorgegebenen Plan, den man eins zu eins zu befolgen hat, sondern bietet eher einen Ausgangspunkt, auf dem man selbstständig aufbauen kann um langfristig Erfolg zu haben.

Essen wie unsere Vorfahren
Manch einer betrachtet unsere Vorfahren möglicherweise als unzivilisiert und unentwickelt. Sieht man sich die Moderne unserer heutigen Zeit an, mag das vielleicht stimmen; im Hinblick auf die Ernährung kann man laut Proponenten der Paleoernährung aber viel von ihnen lernen. Während unsere Vorfahren ihr Essen jagen und sammeln mussten, fliegt uns das Essen heutzutage regelrecht fast von selbst in den Mund. Versuchen Sie einmal darauf zu achten. Wie oft begegnen Sie zum Beispiel auf dem Weg in die Arbeit einem Fastfood-Stand oder laufen an einem Plakat vorbei auf dem etwas Essbares angepriesen wird? Und wie oft greift man zu, obwohl man gar kein Hungergefühl verspürt? Bei dieser Ernährungsform betrachtet man also unsere Herkunft und unsere damaligen Essensgewohnheiten. Entschließt man sich die Paleodiät in seinen Alltag zu integrieren, bedeutet das nicht, wie unsere Vorfahren im nächsten Wald ein Reh erlegen zu müssen, auf Beerensuche zu gehen oder einige Tage zu hungern, sondern lediglich darauf zu achten was wir zu uns nehmen. Dazu gibt es ein paar Grundsätze, die man beachten sollte.

Was ist dabei verboten und was darf ich?
Erlaubt sind alle unverarbeiteten und nährstoffreichen Lebensmittel, wie Gemüse, Obst, Nüsse und Samen, Fleisch und Fisch, Eier und gesunde Fette. Weitestgehend verboten sind vor allem Zucker, Getreideprodukte und Pflanzenfette. Ebenso sollten verarbeitete Lebensmittel und Milchprodukte gemieden werden. Zucker lässt unseren Blutzuckerspiegel ansteigen, was Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Alzheimer und darüber hinaus Herzprobleme verursachen kann. Besonders achten soll man dabei auch auf versteckten Zucker, der sich in Vitaminsäften und Lightprodukten befindet. Getreide enthält Antinährstoffe, welche die Aufnahme anderer wichtiger Nährstoffe verhindert und die Entstehung von Autoimmunkrankheiten, wie Allergien, Multiple Sklerose, sowie Entzündungen, die in Form eines Reizmagens oder Arthritis auftreten, fördert. Selbst die gesündesten Getreidesorten wie Vollkorn werden aus dem Ernährungsplan gestrichen, da Evolutionswissenschaftler behaupten, dass der Zeitraum von 10.000 Jahren, seit welchem Getreide zu einem Bestandteil unserer Ernährung wurde, zu kurz für den menschlichen Körper sei, um sich und seine Verdauung daran anzupassen.Pflanzenfett kann ebenso zu Entzündungen, sowie zu einer erhöhten Speicherung von Körperfett führen. Trotz der Ausnahmen wie zum Beispiel Kokosfett und Olivenöl wird empfohlen eher zu tierischen Fetten zu greifen.

Beachtet man diese Grundsätze, so schützt man sich, laut Ernährungswissenschaftlern, vor vielen durch Ernährung hervorgerufenen Krankheiten, erhält ein reineres Hautbild sowie allgemein ein frischeres Lebensgefühl. Da die empfohlenen Nahrungsmittel sehr ausgewogen sind, kann diese Ernährungsform auch lebenslang beibehalten werden, ohne Mängel hervorzurufen.

Text und Bild: Sarah Schrödl

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