Noch einmal ausschweifen…Köstliches zur Faschingszeit.

721305_web_R_by_gänseblümchen_pixelio.deWinterzeit…Feierzeit!
Fasching, Karneval, Fastnacht … wie immer man es nennen mag, es sind und bleiben närrische Zeiten. In manchen Regionen feiert man ausgelassen auf der Straße, in den Lokalen, kostümiert und mit viel Klamauk, anderswo bemerkt man wenig von Mummenschanz & Co. Eines aber mögen alle zu dieser Zeit: Krapfen! Noch einmal ausgelassen und ausschweifend naschen, bevor die Fastenzeit daherkommt. Zur Faschingszeit essen alle gerne Krapfen, nicht nur die Kinder, für manche ist es die süße Erinnerung an die Kindheit und an ihre Jubelzeiten als Indianer oder Cowboy, für andere eine günstige Gelegenheit, einmal wieder mit Fug und Recht einen Wiener Krapfen mit wunderbarer Marillenmarmelade zu essen. Man kann es sich einfach und bequem machen und beim Lieblingsbäcker vorbeischauen, um die Krapfen zu kaufen, wir könnten es aber auch zelebrieren und selbst backen. Geht auch schnell und ist auch nicht kompliziert. Dafür aber mit viel Vorfreude!

Und so geht’s:

500 g Mehl
30g Hefe
1/4 l Milch
4 Eigelb
60g Zucker
60g Butter,
wie immer beim Backen, auch eine Prise Salz
Lieblingsmarmelade zum Befühlen
Frittierfett zum Ausbacken
Und schließlich Staubzucker zu  Bestreuen.

Aus allen Zutaten einen Hefeteig herstellen und ihn an einem warmen Ort ca. 30 Min. gehen lassen. Daraus ein paar gleich große Stücke abstechen (hier werden es je nach große ca. 25 Stück) und diese mit bemehlten Händen zu Bällchen formen. Nochmals ca. 20 Min. gehen lassen.
Frittierfett auf 170°C erhitzen. Die Bällchen von beiden Seiten goldgelb backen. Darauf achten, dass die Krapfen auf der Oberseite nicht mit heißem Fett bespritzt werden, da sie sonst nicht so schön aufgehen. Herausnehmen, kurz abtropfen lassen und schließlich mit der Marmelade füllen, also einspritzen, und mit Puderzucker bestäuben.

Und während wir nun in die noch heißen Krapfen hineinbeißen und die warme Marmelade unsere Sinne berauscht, sodass wir nichts mehr sagen, nur noch genießen können, hat Hofmann von Fallersleben das letzte Wort:

Und beut der Winter auch manche Leiden,
So will er doch nicht traurig scheiden:
Er bringt uns erst noch die Fastnachtszeit
Mit aller ihrer Lustigkeit.
Da gibt es Kurzweil mancherlei,
Musik und Tanz und Mummerei,
Pfannkuchen, Brezel, Kuchen und Weck‘,
Und Eier und Würste, Schinken und Speck.
Wir Kinder singen von Haus zu Haus
Und bitten uns eine Gabe aus,
Und machen’s hinterdrein wie die Alten
Und wollen heuer auch Fastnacht halten.

Text: Kathrin Bürger
Bild: Gänseblümchen/ Pixelio

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