Muskat Ottonell Schilfwein, 2001, Tschida

Angerhof Tschida, Süßwein mit WeltrufIm Glas bernsteinfarben und fast dickflüssig. In der Nase mit etwas Luft viel Bitterorangenmarmelade, Bisquit, etwas Kokos, leicht buttrig. Am Gaumen wieder kräftige Orangenmarmelade, Kokos, süße Trockenfrüchte, Wald- und Blütenhonig, stark verwoben und komplex, aber durchaus auch fein, etwas Grapefruitmarmelade und Mandel gegen Schluß, eher breit und mundfüllend, endlos lang und fruchtig im Mund.

Er ist vielleicht nicht ganz so vielseitig und nicht ganz so toll definiert wie wir es erwartet hätte – aber er ist in jedem Fall ein toller Süßwein. Er erhält drei Spirits und einen Halben oder auch Dreiviertel von der Verkosterrunde, er kratzt jedenfalls stark am Vierten, und ich denke man könnte auf jeden Fall eine Kaufempfehlung aussprechen, wenn es ihn denn noch zu kaufen gäbe. Also eher vielleicht die aktuelleren Jahrgänge kaufen und noch etwas liegen lassen und – sich darauf freuen.

Der Angerhof der Familie Tschida ist ein Synonym für tolle Süßweine. Hat er doch gemeinsam mit einigen wenigen anderen Helden wie beispielsweise Alois Kracher und seinem Sohn Gerhard, den österreichischen Dessertwein erst zu der Weltklasse geführt die er heute hat. Im Gesamten baut Hans Tschida etwas 30 ha Weingärten an und hierin teilen sich die Mengen auf ca. 70 % Weiß und 30 % Rot. Wobei der Weiß-Anteil gänzlich zu Süßwein ausgebaut wird. Hans Tschida hat auf der Liste seiner Auszeichnungen so ziemlich alles stehen, was auf dieser Welt zu gewinnen ist. Vom Gold der AWC bis hin zum Sweetwinemaker of the year und der International Wine Challenge in London.

Verkostet, am 24.11.12
Bild: Tschida

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