The morning I wake up before I fill my coffeecup

FrühstückFrei nach Aretha Franklin, die im Hintergrund läuft während ich diese Zeilen schreibe, startet auch mein Tag wie der unzähliger Anderer. Unser Chefredakteur bat mich zu diesem Schwerpunkthema Brot und Wein auch ein paar Zeilen zu verlieren. Also, für mich umgemünzt auf Brot und Kaffee, scheint im ersten Moment so gar nichts passen zu wollen.

Bestellen Sie sich zu einem Brot, womit auch immer belegt, eine Tasse Kaffee? Eben. Und dennoch kombiniert man es täglich ganz unbewusst. Unser täglich Brot gib uns heute (auch abgeschrieben) beginnt schon beim Frühstück. Während wir zum Mittagstisch aus beruflichen Gründen gerne an Mineralwasser und Co halten, wählen wir sehr sorgfältig den korrespondieren Wein zu jedem einzelnen Gang beim Dinner im Kerzenschein. Der Herr im feinen Tuch am Nebentisch sinniert ob der Jahrgang des Sauvignon blanc im Stielglas unter seiner Nase die richtige Wahl war, zur gereichten Stopfleberterrine im Feigenmoussemantel. Unter seinen Bekannten gilt er als echter Feinspitz. Fürwahr, er wirkt recht kundig, bis er am Frühstückstisch wieder neben uns Platz nimmt. Hier genießt er sein frisch gebackenes Brot mit gekochtem Beinschinken, dazu ein Omelett mit Tomaten, Zwiebel und Käse. Und zwar begleitet von einem Gebinde in der Größe eines Blumenuntertopfes, gefüllt mit Caffe latte, angereichert mit einer Schaufel Feinkristallzucker.

Es liegt mir fern zu urteilen, doch im Zuge dieses Artikels fällt mir eben auf, wie oft wir doch Kaffee und Brot am Gaumen vereinen. Ein Frühstück ist etwas intimes, selten in der Öffentlichkeit eingenommen und wir wollen uns dabei keinerlei Regeln unterwerfen. Und das ist gut so.

Text: Pe­ter Stei­nin­ger
Bild: ariwasabi / 123RF Stock Photo

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