Morillon, 2013, Herrenhof Lamprecht

Gottfried Lamprecht, Demeter, Bio, Steiermark

Im Glas helles Gold, leicht grünlicher Schimmer.  In der Nase Heublumen, reife Birne, Vanille, buttrig-nussig, ausgewogen. Am Gaumen dicht und weich, cremig, nussig, helle Früchte, mineralisch-würzig-kräutrig, salzig gegen Schluss, ausgewogen und elegant, nicht zu breit, lang im Mund.

Sehr schön Herr Lamprecht. Wieder einmal. Das kennen wir doch schon, diese trinkigen Weine aus der Südoststeiermark, vom Gottfried Lamprecht. Dieser hier kommt gut an, so trinkig, so würzig, fein cremig und elegant. Er hat auch noch Zeit, wird noch ein wenig zulegen, auch das abzuwarten und ab und an mal ein Fläschchen zu kosten würde Spaß machen. Er ist vielleicht kein ganz großer Wein, er ist vielleicht eher einer zum Abspannen nach einem arbeitsreichen Tag, zum Runterkommen, zum Genießen und zum den Tag Tag sein lassen. Das kann er aber ganz sicher gut. Die Runde findet dafür fette drei Spirits und eine große Kaufempfehlung. So ein Morillon sollte in einem guten Weinkeller nicht fehlen. Denn arbeitsreiche Tage gibt es viele. Prost.

Gottfried Lamprecht führt in  Markt Hartmannsdorf einen Biohof. Er war bis vor einiger Zeit eine Art Nachwuchsstar und Geheimtipp aus der Steiermark. In der Zwischenzeit hat er sich aus dieser Aussenseiterposition herausentwickelt, man zählt ihn  auf jeden Fall zu den etablierten Winzern mit einem eigenen Stil. Der junge Weinmacher hat, auch mit dem neu bepflanzten Buchertberg direkt vor der Haustür des Herrenhofs, einen ganz eigenen Stil gefunden. Der Betrieb ist  demeterzertifiziert, man arbeitet also mit der Natur und nie dagegen. Gottfried Lamprecht ist sehr rege was seine Arbeit in den neuen Medien angeht und oft und gerne in vielen sozialen Median anzutreffen.

Verkostet, 24.9.2014
Bild: Lamprecht

 

 

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