Merlot, 2011, Hannes Reeh

Hannes Reeh, AndauDunkles Rubingranat, opaker Kern. In der Nase Hagebutte und etwas schwarzer Tee, rauchige Noten und dunkle Beeren, mit viel Luft auch Ribisel und Brombeere, auch etwas Erdbeermarmelade. Am Gaumen Hagebutte, etwas Milchkaffee und auch Räucherwerk, Brombeere, wunderbar dicht, dunkle Würze, Zwetschke, Schlehen. Noch unreife Tannine, eher lang im Mund.

 Zu jung, das war ganz klar. Trotz Doppeldekantierung ist er noch sichtbar unreif. Wir sollten mit der nächsten Flasche noch warten. Er zeigt aber einiges an Potenzial und wird uns ganz sicher in einiger Zeit ganz außerordentlich Freude bereiten. Und auch ganz sicher ist er ein feiner Speisenbegleiter und auch ein schön ausgewogener Solist. Drei Spirits macht er ganz leicht bei uns – er kitzelt am vierten Stern. Eine Kaufempfehlung? Ja, auf jeden Fall!

Hannes Reeh ist der Shooting-Star vom Neusiedlersee. Hier im wärmsten Gebiet Österreichs, in Andau, fast schon an der Staatsgrenze, kümmert er sich am liebsten um sein Lieblingskind: Den Zweigelt. Der sympathische Winzer verarbeitet etwa 40-50 ha Trauben und daraus wird mit Holz- und Stahltank ein schönes Beispiel österreichischer Winzerkunst.

Verkostet, am 17.3.2013
Bild: Reeh

Spirits:

2 comments on “Merlot, 2011, Hannes Reeh

  1. Wolfgang Laurent on said:

    Merlot …ist er noch sichtbar unreif… Kann man das wirklich sehen?

  2. Ich bitte den Begriff „sichtbar“ in diesem Zusammenhang im übertragenen Sinne zu verstehen. Also auch „spürbar“ oder „schmeckbar“ würde passen. Und ja, in diesem Kontext kann man das sehen …

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