Mandelbaum, 2011, Gernot Schreiner

Gernot Schreiner, RustZartes Goldgrün im Glas. In der Nase zu Anfang sehr zurückhaltend, etwas Thymian, süße gelbe Früchte, Marillen, auch rauchige Noten und etwas Rosinen, Mostapfel, darunter kräftige Würze. Am Gaumen kräftige dunkle Gewürze, etwas Schärfe sogar, auch wenig zarte gelbe Früchte, mittellang im Mund.

Da hatten wir schon Aussagekräftigeres von Gernot Schreiner. Er verspricht in der Nase auf jeden Fall mehr als er am Gaumen im Moment zu halten vermag. Auch mit viel Luft wird da nicht mehr. Ja, er ist wohl ein veritabler Speisenbegleiter und auch in der Nase sehr fein definiert, hält das aber nicht ganz bis zum Schluss durch. Trotzdem zwei Spirits, so fein wie er ziseliert ist, da ist die Verkosterrunde einig. Wenn sie ihn heute kaufen, dann sollten Sie ihn auf jeden Fall noch etwas liegen lassen. Er wird es  Ihnen danken.

Gernot Schreiner, der Biowinzer aus Rust, der Mann der sozusagen jede seiner Reben mit Namen kennt. Einer, der ganz nahe an der Natur arbeitet, einer der nichts dem Zufall überlässt sondern auf gleicher Augenhöhe mit der Natur Wein macht. Er und seine Frau führen das Familienweingut seit 2007, seit heuer ist auch das Bio-Siegel drauf. Man arbeitet auf etwa 65 ha und erzeugt rund 25.000 Flaschen. Die Weinpresse hat ihn besucht, wie der fleißige Leser weiß. Lesen Sie hier nach.

Verkostet, am 30.3.2013
Bild: martin@fueloep.com

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