Let’s talk about … Wraps!

Wraps? Was ist das eigentlich?Arbeitet man sich durch das Angebot heutiger Fastfood-Ketten, so stolpert man früher oder später unweigerlich über sie. Auch in Supermärkten, Bäckereiketten oder Kochbüchern sind sie zu finden und sie sind wohl eine der zentralen Vertreter des modernen Fingerfood. Und fehlt nach einem langen Tag im Büro die Zeit oder der Wille abends noch groß zu kochen, so sind sie ein simpler, vielseitiger Weg zu einem schnellen, genussreichen Abendessen: Wraps.

In aller Welt bekannt 
Speisen in gerollter Form sind in nahezu allen Kulturkreisen bekannt. Man denke hierbei nur beispielsweise an das Sushi oder die Frühlingsrollen aus der asiatischen Welt oder auch das Falaffel des Nahen Ostens. Das, was heute bei uns als „Wraps“ bekannt ist, hat seine Wurzeln jedoch in der Tex-Mex-Küche, dem amerikanischen Kochstil, der Einflüsse aus der texanischen sowie der mexikanischen Küche vereint. Dort sind sie nahe Verwandte des Burritos sowie des Tacos.
Dementsprechend weiß jeder Fan natürlich auch zu berichten, dass Wrap-Freuden mit den berühmten Tortillas stehen und fallen, dem mexikanischen Fladenbrot, das klassisch aus Maismehl zubereitet wird. Wrap-Tortillas bestehen jedoch aus Weizenmehl, das sich besser für den Rollvorgang eignet als die knusprigen Mais-Tortillas. Gleichzeitig können natürlich auch jede Art von Palatschinken/Pfannkuchen als Träger für die Fülle herangezogen werden.
Und schon hier zeigt sich die Vielseitigkeit der Wraps. Fehlen abends nach dem Tag im Büro die zündenden Ideen dafür, was man mit den übriggebliebenen Palatschinken vom vergangenen Wochenende anfangen soll? Kein Problem, zusammengerollt oder -gefaltet schützt die Alternative Wrap davor, die letzten Exemplare im Mülleimer landen zu sehen.

Gerade in der heutigen Zeit mit einem wachsenden Bewusstsein für Wege und Umwege unseres Lebensmittelverbrauchs, bietet natürlich auch die Fülle die Chance dazu, Reste schnell und unkompliziert zu verwerten: etwa die Überbleibsel des letzten Bratens, des letzten Huhns oder auch übriggebliebenes Gemüse. Wraps eignen sich perfekt dafür, Speisereste vor dem Müll zu bewahren und das auch ganz einfach ohne großes Rezept, nur den eigenen Geschmacksvorlieben verpflichtet: Fleischfüllungen, vegetarische Füllungen mit Gemüse und Salat oder als Dessertvariante gar mit Früchten und Vanille- oder Schokosauce.

Fast Food?
Natürlich sind Wraps grundsätzlich Fast Food. Doch wer die eigene Variante beispielsweise mit Palatschinken oder einer selbst zubereiteten Version der Tortillas und einer eigenen Fülle zaubert, besitzt selbst die Kontrolle darüber, wie gesund oder ungesund die eigenen Wraps letztlich ausfallen.

Im Angesicht der fertigen Tortilla oder Palatschinke und der Füllung, sieht man sich jedoch mit der schwierigsten Aufgabe des Wrap-Genusses konfrontiert: das Falten, ohne die Füllung an einem Ende herausquellen zu sehen. Ein gangbarer Weg ist es, die Fülle als kleinen Berg beispielsweise in den oberen zwei Dritteln der Flade zu platzieren. Anschließend klappt man das untere Drittel nach oben und die beiden seitlichen Enden von links und rechts nach innen. Hält man den Wrap dann unten fest, schützt es gegen das Desaster mit der Fülle. Oder man platziert die Fülle an einer Hälfte der Flade und rollt von dieser Seite aus alles ein, sodass sich die Fülle auch auf die unbelegten Teile ausbreiten kann.

Text und Bild: Cornelius Binder

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