Let’s talk about … Popcorn!

Popcorn. Und wie es die Welt sieht.Natürlich ist es uns allen nur zu bekannt. Steht wieder einmal ein Kinobesuch ins Haus, so ist es das Um und Auf, direkt nach der Frage, welcher Film den verregneten Sonntagnachmittag verschönern soll. Genauso kann es die erste Wahl sein, wenn es darum geht, das nächste Spiel der Lieblingsfußballmannschaft zuhause zu verfolgen. Doch warum hat Popcorn den Ruf der wichtigsten Leckerei, sobald man mit Film und Fernsehen entspannen möchte?

Selbstverständlich ist Popcorn (zu Deutsch etwa „Knallmais“ oder „Puffmais“) eine spezielle Sorte Mais. Im Vergleich zu normalen Sorten zeichnet sich Popcornmais vor allem durch eine dünnere, aber weitaus härtere Schale aus, wie jeder zu berichten weiß, der es einmal mit einem nicht geplatzten Korn zu tun bekommen hat. Für das Erscheinungsbild und Gelingen des Popcorns ist vor allem der Wassergehalt des Mais entscheidend, da gerade das Wasser für das gewünschte Aufpoppen verantwortlich ist. Erhitzt man die Körner, so beginnt sich das enthaltene Wasser auszudehnen. Bis Temperaturen von etwa zweihundert Grad Celsius ist die harte Schale dazu in der Lage, diesem inneren Druck standzuhalten. Darüber platzt es jedoch, das Wasser verpufft und die Stärke des Korns bleibt erstarrt zurück, eben unser vielgeliebtes Popcorn mit seinen charakteristischen Formen.

Wie Mais im Allgemeinen so stammt selbstverständlich auch der Puffmais ursprünglich aus Amerika. Als Christoph Columbus 1492 seinen Fuß erstmals auf den Boden der Neuen Welt setzt, ist es dort bereits seit Jahrtausenden buchstäblich in aller Munde. Die geplatzten Körner dienen ursprünglich jedoch nicht nur als Mahlzeit, sondern auch als Schmuck und selbst die Zukunft soll sich nach einheimischer Tradition aus ihren Formen ablesen lassen. Dementsprechend nimmt der Siegeszug des Popcorns ebenso in Amerika, in den USA, seinen Ausgang. Dort erscheinen um das Ende des 19. Jahrhunderts sowie zur Jahrhundertwende die ersten Popcornmaschinen. Mit dem verstärkten Aufkommen des Kinos in den folgenden Jahrzehnten hält der Puffmais Einzug in die Landschaft der Snacks. Da Popcorn auch in den Jahren des Börsencrashs und der Großen Depression nur wenige Cent teuer ist, bleibt es für den einfachen Mann erschwinglich. Auch in den folgenden Kriegsjahren ist es in den USA gut erhältlich und verbreitet sich mit dem Ruhm Hollywoods schließlich über den gesamten Globus.

Den Fans und Freunden des Popcorns sei an dieser Stelle die gute Nachricht mitgeteilt: Es ist grundsätzlich gesund. Als Mahlzeit ist es reich an Ballaststoffen (die verdauungsfördernd wirken) und liefert eine enorme Menge Antioxidantien, die im Körper freie Radikale binden und so dem Alterungsprozess der Haut entgegenwirken können.

Allerdings ist hier auch Vorsicht geboten: Popcorn ist grundsätzlich quer über Landesgrenzen in vielen verschiedenen Varianten erhältlich, die nicht nur unser gebräuchliches Popcorn mit Salz- und Buttergeschmack inkludieren, sondern auch gezuckerte und karamellisierte Sorten. Natürlich kratzen diese Zusätze und Zubereitungsarten, die etwa mit enormen Fett- oder Salzmengen arbeiten, sehr am gesundheitlichen Wert der berühmten Leckerei. Wem es jedoch gelingt, die Tüte Popcorn (375 kcal je 100g) für den abendlichen Film schonend und fettarm zuzubereiten, dem sei versichert, dass sein Snack der Gesundheit keineswegs abträglich ist.

Text & Bild: Cornelius  Binder

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