Let’s talk about … Kartoffelchips! Das do-it-yourself Special (Part 1).

Chips. Selber gemacht. Gesund genießen!Kartoffelchips zählen wohl mit zu den beliebtesten Knabbereien, wenn es darum geht, sich abends bei einem guten Film zu entspannen. In Zeiten mit hohem Bewusstsein rund um gesunde Ernährung ist natürlich aber längst klar, dass Snacks, die wie Kartoffelchips in kochendem Öl zubereitet werden, sicherlich nicht die gesundheitsfreundlichsten Knabbereien im Supermarktregal sein können. Fettreduzierte Sorten sind dabei eine Möglichkeit, mit der der Handel längst auf das moderne Vitalbedürfnis reagiert hat. Genügen diese Angebote dem Bedürfnis nach gesunden Knabbereien jedoch nicht, so bleibt natürlich noch der Do-It-Yourself Weg. Und damit hallo zu einem Special rund um Chips aus eigener Produktion!

Die Ausgangszutaten
Zunächst sei eines klargestellt: Wir gehen im Folgenden nach keinem festen Rezept vor. Der Weg zu den eigenen Chips muss nichts sein, das nur gelingt, wenn man sich an eine komplexe, lange Anleitung hält. Nein, unsere Zutaten sind ebenso simpel, wie es unsere Zubereitung sein wird, und das Einzige, was dabei verpflichtet, ist die eigene Kreativität! Deshalb sind der Start gewöhnliche, speckige Erdäpfel aus dem Supermarkt. Dazu kommen um des Geschmackserlebnisses willen auch noch handelsübliche Süßkartoffeln, die sich für die Chipsherstellung genauso zubereiten lassen werden.

Der Anfang
Zu Beginn heißt es, die Knollen gründlich zu reinigen, sodass man sie mit der Schale weiter verarbeiten kann. Danach folgt das Schneiden, beispielsweise in einer Dicke von zwei bis drei Millimetern. Natürlich ist bereits das Geschmackssache, wobei dickere Scheiben selbstverständlich mehr Zeit im Ofen benötigen als dünne. Besitzt man eine Schneidemaschine, so liefert diese gleichmäßig dicke Scheiben und verhindert, dass die Chips später zu unterschiedlichen Zeiten gar werden.
Will man nun gesunde Chips, gänzlich ohne Fett, so ist das Backrohr mit Heißluft die richtige Zubereitungsart. Während es vorheizt (etwa auf 180 Grad), verteilt man die Kartoffelscheiben feinsäuberlich auf einem Backblech mit Backpapier, sodass die Scheiben sich höchstens am Rand berühren, aber nicht übereinander liegen.

Warten und Beobachten
Die exakte Zeit, die die Chips im Backrohr benötigten, hängt natürlich von der Dicke der Scheiben ab. Durch die Hitze verlieren die Scheiben selbstverständlich ihr Wasser und werden zunächst weich, ehe sich ihre Farbe langsam zu verdunkeln beginnt. Nach vielleicht fünfzehn Minuten empfiehlt es sich, die Scheiben einmal zu wenden, sodass beide Seiten die gleiche Hitze abbekommen.
Dann kann es bald so weit sein: die dünneren, kleineren Scheiben sind eventuell schon fertig und können bereits aus dem Backrohr. Dickere Chips benötigen unter Umständen noch etwas Zeit, wobei natürlich auch das vom eigenen Geschmack abhängt (je nachdem wie knusprig die Chips ausfallen sollen). Wichtig ist nur, die Scheiben aus dem Ofen zu nehmen, ehe sie zu schwarz werden.

Die Würze
Steht man vor der Schüssel mit den fertigen, goldbraunen Chips, so gilt es wiederum, auf den eigenen Geschmack zu hören. Steht der Sinn nach unverfälschtem Genuss, so heißt es nun schon „Mahlzeit!“. Soll jedoch mehr Geschmack in die eigene Kreation, so bietet es sich nun an, dem Weg der industriellen Chipshersteller zu folgen: eine Prise Salz nach eigenem Ermessen oder vielleicht auch der Griff zum Paprikagewürz. Gerade hier kann einfaches Ausprobieren mit der Zeit zu eigenen Kniffen führen, wie gleichmäßiges Würzen am besten machbar ist, beispielsweise in dem man Gewürze wie Paprika durch ein Sieb auf die Chips streut und sie dann einfach mit den Händen durchmischt.
Ist der eigene Geschmackssinn zufriedengestellt, so heißt es genießen.

Und das endgültige Geschmackserlebnis?
Natürlich hängt das genaue Endergebnis auch davon ab, wie viel Übung man bereits besitzt (etwa im gleichmäßigen Würzen). Die klassischen Chips mit Salz können aus der eigenen Produktion nur zu leicht ebenso schmecken wie handelsübliche Salz-Chips aus dem Supermarkt und das ganz ohne den Einsatz von Fett. Die Scheiben aus Süßkartoffeln bieten dazu eine geschmacklich völlig neue Richtung, die der Abwechslung halber in jedem Fall zu empfehlen ist.
Die Knusprigkeit ist, wie schon angedeutet, eine Frage des genauen Zeitpunkts, an dem die Chips aus dem Ofen kommen. Je länger, desto knuspriger (aber auch verbrannter) werden sie, sodass es hier gilt, den richtigen Zeitpunkt herauszufinden.

In Summe ist der Weg zur eigenen Chips-Kreation also simpel und unkompliziert. Mit einigen Grundkniffen in der Hinterhand ist das einzige relevante Rezept der eigene Geschmackssinn. Wer mit offenen Augen durch die Supermärkte wandert, wird natürlich wissen, dass mittlerweile auch längst Chips aus anderen Ausgangsstoffen als Kartoffeln in den Regalen zu finden sind. Und genau das soll beim nächsten Mal unser Thema sein, wenn auch wir den Schritt weg von den Kartoffeln wagen.

Bild und Text:Cornelius Binder

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