Kulinarium. Da haben wir den Salat!

Sommer im Glas.Wenn wir an heißen Sommertagen Freunde zu Besuch haben, warten diese vergeblich auf knusprig gebratene Schweinehälften, Rinderlenden nebst handgerührten, dicken Buttersaucen oder kunstvoll zubereitete Vorspeisenvariationen. Ich koche gern, aber sobald das Thermometer 30°C übersteigt, muss jeder Gast damit rechnen, kalte Speisen vorgesetzt zu bekommen, im speziellen Fall handelt es sich um Salate.Meine Familie hat sich inzwischen in 2 Lager geteilt: in die Nudelsalat-und in die Kartoffelsalatfraktion. Beides hat mit leichten, kalorienarmen Sommersalaten wenig zu tun, bestehen sie doch aus allerlei gehaltvollen Zutaten, verfeinert mit über Dampf aufgeschlagener Mayonnaise und so weiter …Der schwäbische Kartoffelsalat beispielsweise kommt als eigenständiges Gericht daher und braucht im besten Fall nicht einmal Brot als Begleitung. In Scheiben geschnittene Erdäpfel vermischt man mit Zwiebel, Paprikastreifen, Essiggurken, hartgekochten Eiern, Schinkenwürfeln und einigen Tomatenscheiben. Als Krönung schneidet man würzigen Hartkäse oder Emmentaler dazu, würzt mit Schnittlauch oder je nach Geschmack Kerbel und Estragon und mariniert wahlweise mit Joghurt-oder French-Dressing. Das Ganze lässt man 2-3 Stunden durchziehen, bevor es auf den Teller kommt.
Zumindest eine Hälfte der zu bewirtenden ist zu diesem Zeitpunkt bereits restlos begeistert.Der Rest der Familie ist nur mit Nudelsalat ruhig zu stellen. Der Zubereitung desselben sind allerdings kaum Grenzen gesetzt. Je nach dem, was sich im Kühlschrank befindet, wird er mit Thunfisch und Sardellen, Oliven und Shrimps, oder auch ganz rustikal mit geselchten Hartwürsteln und einer Spur grob gerissenem Parmesan gemacht. Eigentlich sind Nudeln sehr neutral, sie freunden sich mit fast allen Geschmacksrichtungen an und deshalb habe ich denselben Salat auch noch nie auf den Tisch gebracht.Da ich mich an beiden Varianten schon mehr als sattgegessen habe, gibt es zum Drüberstreuen und vor allem für mich meist auch noch einen knackigen Schwarzwurzelsalat, dessen Rezept ich ausnahmsweise verrate: Schwarzwurzeln (auch aus der Dose) werden mit einer Joghurt-Mayonnaisecreme vermischt, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abgeschmeckt und zuguterletzt mit einem Bund frischer Dille aufgepeppt.

Dazu schmeckt ein Achterl vom südsteirischen Weissen am besten.
In diesem Sinne: Mahlzeit!

Text: Bibi Stift
Bild: 123rf.com

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