Kolumbiens tropische Früchte im Glas.

Die Früchte KolumbiensMan spaziert durch die Gässchen einer kolumbianischen Innenstadt, aus den Bars ertönen spanische Ryhtmen, gut gelaunte Kolumbianer spielen Karten oder tanzen, nur die Hitze macht einem bei 30Grad und stickiger Luft, weil es schon so lange nicht mehr geregnet hat, zu schaffen – was gibt es da Besseres als einen frischgepressten Saft oder Milchshake? Glücklicherweise ist Kolumbien das Land der exotischen Früchte und somit auch Fruchtsäften. Überall duftet es nach Kokosnuss, Ananas, Mango und unbekannteren Sorten, die ich gerne vorstellen möchte. Mein Motto hier: Probieren geht über Studieren!

Guanábana
Zur Familie der Beeren gehörend, ist die Guanábana wohl die größte Beere auf die man je treffen wird. Sie wird nämlich bis zu 40 Zentimeter lang und einige Kilos schwer. Vom Aussehen ähnelt sie einer Ananas, ist aber grün gefärbt und stachelig. Im Inneren erwartet einen ein weißes cremiges Fruchtfleisch mit ungenießbaren Kernen. Da sie auf Deutsch Sauersack genannt wird, ist es wohl vernünftiger sich den spanischen Namen einzuprägen.

Guayaba
Auch bekannt als Guave, ist die Guayaba eine pflaumengroße Strauchfrucht, die ebenfalls zur Familie der Beeren gehört. Sie ist hellgrün gefärbt und wird mit reiferem Zustand gelblich. Dann kann man sie auch gleich mit der Schale verzehren. Das Fruchtfleisch ist sehr saftig und weiß bis rosa gefärbt. Schmeckt hervorragend mit Milch.

Lulo
Die Lulo sieht aus wie eine etwas vergrößerte Kakifrucht, ist etwas rauer und riecht wirklich herrlich. Man schneidet sie einfach in zwei Hälften und löffelt das Fruchtgel aus den vier Fruchtkammern heraus. Zum Frisch verzehren ist sie den meisten zu sauer, aber in einem Saft mit Wasser oder Milch verdünnt entfaltet sich das Aroma und man kann eigentlich nicht genug davon bekommen.

Mamoncillo
Für mich ist die Mamoncillo zu einer Mischung aus Limette und Litschi geworden. Sie ist relativ klein, hat eine grüne Schale und ziemlich wenig Fruchtfleisch. Nicht selten sieht man einen Kolumbianer am Straßenrand, der die Frucht mit dem Mund öffnet und dann auslutscht. Davon stammt wahrscheinlich auch der Name – das spanische Wort „mamar“ bedeutet nämlich so viel wie saugen.

Mango con sal y limon
Die für mich gewöhnungsbedürftigste „Frucht“ hier. Die Mango ist ja auch jedem von uns in Europa ein Begriff und wird im Sommer gerne mal verzehrt. Aber con sal y limon (Salz und Limette)? Klingt wirklich seltsam, schmeckt aber erstaunlich gut und wirkt erfrischend. Für diesen von den Kolumbianer heiß geliebten Straßen- oder Strandsnack, wird eine unreife Mango in Streifen geschnitten und in einem Plastikbecker mit Salz und Limette bestreut und beträufelt.

Platano
An der Platano kann man sich hier relativ schnell satt sehen. Es gibt diese Kochbanane nämlich zu absolut jeder Mahlzeit, ob es dazu passt oder nicht ist egal. Sie wird geschält, in Scheiben geschnitten, platt gedrückt und frittiert bis sie goldgelb ist. Die Platano bringt jeder Mahlzeit einen süßen Beigeschmack.

Text und Bild: sarah Schrödl

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