Im Kampf gegen den Zucker

Apfelkuchen. Gesunde Ernährung?Wussten Sie, dass und die Lust auf Süßes angeboren ist? Schon im Mutterleib bevorzugen wir süß Schmeckendes und lehnen hingehen Bitteres und Saures ab. Das süß schmeckende Fruchtwasser und die ebenso süße Muttermilch prägen unseren Geschmack von Beginn an. Dass Zucker aber der Gesundheit schadet, ist niemandem mehr neu. Doch selbst ernährungsbewussten KonsumentInnen fällt es heutzutage zunehmend schwerer auf ihre persönliche Zuckerzunahme zu achten. Ist die bestehende Angst vor diesem kristallinen Lebensmittel wirklich berechtigt? Und ist Zucker gleich Zucker?

Es ist wahr. Zucker kann sehr viele negative Auswirkungen auf unseren Körper haben. Unter anderem entstehen Symptome wie Müdigkeit, Energielosigkeit, Magen-und Darmprobleme, Zahnerkrankungen sowie Hautunreinheiten. Ein zu großer Zuckerüberschuss führt sogar zu Krankheiten, wie Adipositas, Demenz, Krebs oder Diabetes. Bereits 8% der Österreicher leiden heute an einer Diabetes-Erkrankung. Laut einer Studie soll der Prozentsatz bis 2030 schon bei über 10 liegen. Die österreichische Gesellschaft für Ernährung fand durch Ernährungsberichte heraus, dass 27,6% der Erwachsenen übergewichtig und 12,2% sogar adipös sind und es jährlich erheblich mehr werden. Die WHO (World Health Organization) rät deswegen die Zuckerzunahme drastisch einzuschränken – sie sollte unter 10% der täglichen insgesamt eingenommen Kalorienmenge liegen. Da der durchschnittliche Kalorienbedarf bei Frauen bei rund 2000kcal am Tag und bei Männern 2800kcal liegt würde das einer Zuckermenge von ca. 50g/Tag für Frauen und 70g/Tag für Männer entsprechen.

Von diesem Ziel sind wir aber leider derzeit noch sehr, sehr weit entfernt. Eine Studie fand heraus, dass ein Österreicher durchschnittlich 37kg Zucker pro Jahr verspeist. Das sind dann umgerechnet etwas mehr als 100g pro Tag. Fazit: Zu viel. Viele mögen vielleicht denken: Ich esse nur sehr selten Süßes und gebe in meinen Kaffee immer nur einen Würfelzucker, also kann ich die 100gr gar nicht erreichen.

Das mag gut sein, aber denken Sie dabei auch an den Zucker, der nicht sofort klar sichtbar ist? Dass in Süßigkeiten oder Softdrinks viel Zucker enthalten ist, wissen wir alle. Doch leider spielt die Lebensmittelindustrie mit uns und der süßen Sucht in der heutigen Zeit gerne verstecken. Es kommen immer mehr Lebensmittel in den Handel, in denen die ungesunde Süße versteckt ist – häufig absichtlich. Machen sich Konsumenten überhaupt die Mühe die Zutatenliste des Produktetiketts zu kontrollieren, achten sie vermutlich auf die Zeile der Kohlenhydrate, wo darunter der Zuckergehalt zu sehen ist. Auf Zutatennamen wie Saccharose oder Glucosesirup wird dabei nicht sonderlich geachtet, weil nicht jeder diese mit Zucker assoziiert. Leider versteckt sich hinter diesen Namen aber nichts anderes. Denken Sie zum Beispiel an Müsli. Es wird als supergesund angepriesen jeden Morgen mit einem Müslifrühstück in den Tag zu starten, doch der hohe Zuckergehalt wird wissentlich verschwiegen. 20g Zucker bei 100g Müsli ist keine Seltenheit, es kann sogar noch mehr sein. Dazu addieren sich im Tagesablauf vielleicht noch Fruchtsäfte, Fertigprodukte, ein Joghurt oder Snack für zwischendurch und der Zuckerüberschuss ist vorprogrammiert.

Was kann man dagegen tun? Anstatt Stunden im Supermarkt nur damit zu verbringen Etiketten zu lesen und mit dem Taschenrechner zu kontrollieren, wie viel man wovon maximal essen darf oder besser sollte, wird geraten vermehrt zu gesünderen Zuckeralternativen zu greifen. Aber gibt es diesen „gesunden“ Zucker überhaupt? Mehr zu Stevia, Xylit & Co und wie diese sich von gewöhnlichem Haushaltszucker unterscheiden nächste Woche.

Text: Sarah Schrödl
Bild: 123rf.com

One comment on “Im Kampf gegen den Zucker

  1. Zum Beispiel Reissirup, fructosefrei und ideal zum Backen. Oder Stevia, Xylit und Erythrit.

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