Hungry Guy: Pita ohne Ende.

HungryGuy, WienZu Beginn dieses Jahres eröffnete im Wiener Bermuda Dreieck am Schwedenplatz das neue In-Lokal „Hungry Guy“. Mit Fusionsküche und Pita in Hülle und Fülle, kochte sich der Israeli Eyal Guy schnell in die Herzen aller Wiener, die auf der Suche nach außergewöhnlichen Geschmackserlebnissen sind.

Immer auf der Suche nach Neuem, immer hungrig. Das ist wohl das momentane Lebensmotto vieler Leute unterschiedlichster Ländern. Seit geraumer Zeit hält auch in Österreich der Hype um das beliebte Streetfood Einzug. Aber auch Streetfood ist schon lange nicht mehr das was es anfangs war. Nämlich  schnelles, unkompliziertes Essen von fahrbaren Verkaufsständen. Gemeinsam mit dem aufkommenen Gesundheitsbewusstsein, veganer Küche, dem Hype um saisonale und regionale Produkte, der amerikanischen Burger-Liebe und ausgefallenen exotischen Gewürzen und Kräutern, die aus Übersee und anderen Ländern nach Europa, und vor allem nach Österreich herübergeschwappt sind, ist die Bezeichnung Streetfood mittlerweile zumeist zu einem andauernden Bemühen um immer ausgefallenere, aber dennoch gesunde und bekömmliche Speisen geworden. Der Begründer des Hungry Guy erkannte das Fehlen der Pita-Brote in diesem neuartigen Food-Getümmel, und kreiert etwas ganz Neues. „Das liegt mir im Blut. Pita gehört im Orient zum Alltag. Ich wollte diese Nische in Wien nutzen“, schilderte er dem Magazin Wienlive.

Am 28.01.2016 war es dann soweit. Das Hungry Guy öffnete seine Tore am Rabensteig in Wiens erstem Bezirk. Und die Köstlichkeiten die dort auf der Speisekarte stehen, können gut und gerne als Streetfood oder Street Cuisine bezeichnet werden, obwohl das Restaurant kaum dem ursprünglichen „Verkaufsstand“ entspricht. Eyal Guy, der Vater des Hungry Guy, bringt durch seine israelische Abstammung schon von vorn herein einen Touch Multikulturalität in das Lokal. Die Mitglieder seines Teams jedoch, kommen aus 13 verschiedenen Ländern. Irak, Italien, Jordanien, Israel, Schweiz, Syrien, Deutschland und Österreich sind vertreten und alle gemeinsam tüfteln sie immer wieder an neuartigen, außergewöhnlichen Gerichten. Dem jüdischen Stadtmagazin Wina gegenüber meinte Eyal Guy dazu „Alles hier ist ein bisserl anders, wir probieren etwas aus, und wenn es passt, verkaufen wir es“. Nach dem Motte „Open mind, open kitchen“ lassen sie gemeinsam ihre Kreativität fließen und heraus kommt multikulturelle Fusionsküche mit Kreationen wie etwa einen Hamburger im Pita-Brot mit Süßkartoffeln, Melonen und Honigsenf oder einem persischen Hühner-Schmorgericht mit Granatapfel-Sauce. Neben neuartigen Schöpfungen, finden sich hier jedoch auch klassische Wiener Brathendl, die im Lokal verzehrt oder auch für Zuhause eingepackt werden können. Einer Wienlive-Redakteurin verriet er: „Mir gefällt gerade die Mischung, ich möchte kein rein orientalisches Lokal führen.“

Im Hungry Guy finden sich aber nicht nur gefüllte Pita-Brote zum Mitnehmen auf der Karte, sondern auch Pfannengerichte mit Fladenbrot als Beilage können bestellt werden. Die Pita-Brote werden zudem in der hauseigenen Bäckerei komplett selbst gebacken und sind somit besonders flaumig und knusprig. Und sind wir mal ehrlich…allein der Gedanke daran, Frischgebackenes anstatt bis vor kurzem noch in Plastik eingeschweißte, aufgewärmte Laberl serviert zu bekommen, lässt unseren Appetit wachsen. Mit den Fingern essen (Besteck gibt’s natürlich auf Anfrage), das Du-Wort, neue Gericht-Ideen als Kostprobe für Zwischendurch, je nach Laune des Hausherren ein Vodka-Shot aufs Haus und laute Musik sind im Hungry-Guy Usus.

Dass die Füllung für einfache Fladenbrote so ausgefallen und unkonventionell sein kann, hätten wir bis dato nicht vermutet. Wir freuen uns jedoch, dass das Hungry Guy uns eines besseren belehren konnte und werden bald wieder einen Abstecher in das sympathische, lebendige Lokal machen.

Text: Marion Pertschy
Bild: Hungry Guy

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