Heuer am Karlsplatz startet „Cooks in Residence“

Murray McDonald, KŸchenchef des Fogo Island Inn (Neufundland, Kanada)HEUER am Karlsplatz“ startet mit Fogo Island (Neufundland, Kanada). Das „HEUER am Karlsplatz“ ist der Restaurant-, Bar- und Gartenbetrieb in der Kunsthalle Wien am Karlsplatz. Der Begriff „HEUER“ steht für den Anspruch, zeitgenössisches Leben, Feiern und Genießen zu vereinen. Das Veranstaltungsprogramm soll zur Sichtbarkeit von Künstlern und Kreativen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Stadt beitragen. Im Mittelpunkt des kulinarischen Konzepts stehen frische, erstklassige Zutaten von handverlesenen Lieferanten -hochwertig zubereitet, aber unaufgeregt präsentiert.

Nun startet das „HEUER am Karlsplatz“ eine neue gastronomische Veranstaltungsreihe unter dem Motto „cooks in residence“. Alles beginnt mit Fogo Island (Neufundland, Kanada) als erster Station. Murray McDonald, Küchenchef des „Fogo Island Inn“, bringt dabei von 22. bis 24. Jänner den Nordatlantik kulinarisch an den Karlsplatz in die Kunsthalle Wien. Gemeinsam mit „HEUER“-Küchenchef Peter Fallnbügl zaubert er ein mehrgängiges Abendmenü auf den Tisch, das die regionale Küche der Insel Fogo mit Wiener Spezialitäten verbindet. Dies wird auch insofern interessant, da das „Fogo Island Inn“ 2013 im Rahmen des Air Canada enRoute Award zu einem der drei „Best New Restaurants of Canada“ gekürt wurde. Peter Fallnbügl freut sich sehr darauf: „Wir wollen neue Kreationen mit Elementen aus beiden Regionen entwickeln und unseren Gästen damit völlig neue Eindrücke bieten.“ In den Genuss der interkulturellen Gerichte kommt man aufgrund der großen Nachfrage allerdings nur mit vorheriger Reservierung.

Mit dieser außergewöhnlichen Zusammenarbeit beginnt für das „HEUER am Karlsplatz“ die neue Veranstaltungsreihe: Unter dem Titel „cooks in residence“ werden etwa zwei bis vier Mal pro Jahr Spitzenköche aus aller Welt für den kulinarischen Know-how-Transfer nach Wien gebracht. Die Macher – in diesem Fall Murray McDonald und sein Team -lassen sich dabei auch in den Kochtopf schauen, um für den interkulturellen Austausch zu sorgen.

Murray McDonald ist in Neufundland geboren und aufgewachsen. Nach der Ausbildung zum Koch zog es ihn in die Welt. Auf den Bermudas ließ er sich ebenso kulinarisch inspirieren wie auf den Cayman Islands oder in Neuseeland. Nach seiner Tätigkeit als Küchenchef des Pacific Rim in Vancouver, kehrte der Kanadier in seine alte Heimat zurück. Sein großes Interesse an der Verwendung regionaler Zutaten und der Gedanke, alte Rezepttechniken mit neuen Ideen zu erfrischen, haben ihn dann in das „Fogo Island Inn“ geführt. Als Küchenchef des „Inn“ erkundet er Neufundlands Küche und kreiert originelle Gerichte denen er mit seiner internationalen Erfahrung einen besonderen Touch verleiht. McDonald versteht sein Essen als Bereicherung für die Menschen, die Kultur und die Tradition der Insel: „Essen soll Neugierde wecken und uns auf eine Entdeckungsreise über uns selbst schicken.“

Das „Fogo Island Inn“ ist ein Suite Hotel in Neufundland, Kanada, das Qualität mit Nachhaltigkeit und Gemeinschaftsbildung vereint. Als Ort der Begegnung mit zeitgenössischer Kunst besticht das „Fogo Island Inn“ unter anderem durch sein außergewöhnliches Design. Gegründet wurde es von der Geschäftsfrau Zita Cobb, die wie viele andere Inselbewohner ihren Geburtsort Fogo Island verlassen musste, um ihre Ausbildung zu absolvieren. Nach vielen erfolgreichen Jahren als Managerin in der Glasfaserindustrie gründete sie 2007 die „Shorefast Foundation“. Das „Fogo Island Inn“ ist eines von vielen Projekten dieser Stiftung, um der von Abwanderung bedrohten Insel wieder zu einer lebensfähigen Wirtschaft zu verhelfen. Auch der Direktor der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen, unterstützt dieses Anliegen. Er fungiert seit 2011 als Berater von Zita Cobb und strategischer Direktor von „Fogo Island Arts“, einer weiteren Initiative der „Shorefast Foundation“. Dazu Schafhausen: „Zita Cobb ist eine der brillantesten Ideengeberinnen unserer Zeit. Ihr Denken und philantrophisches Handeln ist ein absolut zeitgenössisches Modell für unser zukünftiges Leben.“ Alle erwirtschafteten Überschüsse werden vor Ort investiert, um damit nachhaltig das Gemeinschaftsleben auf Fogo Island zu sichern.

Text: Kathrin Bürger/ APA
Bild: Alex Fradkin/ Fogo Island Inn

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