Heideboden weiss, 2012, Hannes Reeh

Hannes Reeh, NeusiedlerseeIm Glas helles aber volles Goldgrün mit gelben Reflexen. In der Nase Paprika und Sellerie, dann viel reife Birne, Rosinen und gebrannter Zucker, reife gelbe Früchte, auch etwas Apfel. Am Gaumen Mango und Maracuja, stoffig und cremig, reife gelbe exotische Früchte, Gewürze, Kümmel und schwarzer Pfeffer, mittelbreit bis breit, nicht allzu lang mit würzigen Aromen und reifen exotischen Früchten im Nachhall.

Drei Spirits für diesen weichen, würzigen Cuvée aus Sauvignon Blanc, Chardonnay und Weissburgunder. Der Begriff Mittelklasse wäre aber zu wenig für ihn, er ist zweifellos ein schöner und gehaltvoller Cuvée. Er schmeckt würzig und die Burgundersorten machen einiges seiner Typizität aus. Gut so. Und ja, man kann ihn ganz sicher kaufen, er macht Spaß.

Hannes Reeh, neue Superstar aus Andau, ist im Grunde aber einer, der keine Mätzchen macht. Der nette Typ von nebenan, der den man auch einfach mal zum Grillen einlädt. Er bearbeitet um die 25 ha Weingärten, dort im heißesten Ort Österreichs und kauft noch einiges an Traubenmaterial zu. Dort, wo es warm ist, werden sein Zweigelt und seine Chardonnays und Weissburgunder so richtig reif und er kann aus dem Vollen schöpfen. Wir haben mit ihm gesprochen und hier berichtet.

Verkostet, am 25.5.2013
Bild: Reeh

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