Heideboden Rot, 2007, Anita und Hans Nittnaus

Hans "John" Nittnaus

Hans „John“ Nittnaus

Im Glas dunkles Rubin mit zartem trüben Wasserrand, violette Reflexe. In der Nase Kirsche, Powidl, Vanille. Am Gaumen Rumtopf und Powidl, Vanille, rote Beeren, darunter etwas dunkle Würze, feines mürb-schmelziges Tannin, mittellang, rote Beeren und Zwetschken im Nachhall.

Ich bin nicht so ganz sicher, partiell ist er etwas unklar, etwas undefiniert. Aber der Gesamteindruck ist nicht schlecht, drei Spirits erhält er von mir, gerade so. Er ist das Gegenstück zum Heideboden weiß, der die drei Sterne aber schon etwas müheloser erreicht hat. Auch der Rote ist ein schöner Alltagswein, nicht zu warm ist er vielleicht ein Speisenbegleiter zu dunklem Fleisch oder auch einem netten Dessert. Kaufempfehlung, ja, würde ich schon sagen. Preisklasse um die € 10,-

Der charismatische Visionär des österreichischen Weinbaues betont selbst immer wieder welch hohen Stellenwert der Qualitäts- und Purismusgedanke in seinem Vinifikationsmodell und in seiner Weltanschauung einnimmt und er zeigt dies nach außen auch indem er Gründungsmitglied im Verein Respect ist, der sich genau diesen Themen verschrieben hat: „Wir wollen nicht mehr und nicht weniger, als Weine erzeugen, die nur aus Erde, Sonne, Luft und Wasser bestehen. Daher arbeiten wir Jahrgang für Jahrgang mehr mit der Natur und weniger mit Technik oder anderen Hilfsmitteln. Unsere Weine sind daher frei von Kunstdünger und synthetischen Spritzmitteln, frei von Reinzuchthefen, künstlichen Schönungs- und Aufbesserungsmitteln, Holzchips, Tanninzusätzen und allem anderen, was nicht die Natur selbst beisteuert. Mittelfristig streben wir eine Zertifizierung nach biodynamischen Maßstäben an, um uns hier auch nach aussen hin sichtbar und transparent strenge Regeln aufzuerlegen, die wir nach innen bereits selbstverständlich einhalten.“

Verkostet, am 10.2.2012

Bild: Nittnaus

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