H.Upman. Kubanische Tradition. Beste Qualität.

Zigarren, Kuba, H.UpmanH. Upmann wurde bereits 1844 von den Gebrüdern Hupman gegründet und weil Hupman zu „unspanisch“ klingt, wurde daraus der Firmenname H. Upman (das H. steht für Hermanos = Brüder auf spanisch, Anm.). Wie einige andere kubanische Zigarrenmanufakturen, hat auch H. Upman eine sehr bewegte Firmengeschichte.

Eine Version der Familiengeschichte besagt, die Hupman-Brüder wären Textilfabrikanten gewesen, die ihre Produktion nach Havanna verlagert hätten. In einer anderen Version wird behauptet, die Brüder wären Bankiers gewesen und hätten in Havana ein Bank gegründet, wären als Investoren ins Zigarrengeschäft eingestiegen. Anfänglich sollen H. Upman Zigarren an Bankkunden als Werbegeschenke überreicht worden sein. Die dafür verwendeten Zigarren kamen aus anderen Fabriken und wurden in H. Upman – Kisten verpackt. Was am Ende wirklich stimmt, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben.

Mit Sicherheit kann aber die Gründung einer eigenständigen H. Upman Zigarrenmanufaktur um 1850/1860 bestätigt werden. Auch diese Manufaktur wurde mehrmals durch finanzielle Probleme bedroht und wurde oftmals verkauft. Zum Glück wurde immer darauf geachtet in erster Linie qualitativ hochwertige Longfiller, mit Tabakblättern aus den besten Lagen, zu produzieren. Um diese hohen Qualitätsansprüche gewährleisten zu können, wurden auch maschinell gefertigte Zigarren produziert. Mit diesen wurden die entsprechenden Gewinne erzielt, welche das Weiterbestehen der H. Upman Manufaktur dann sichern konnten. Ebenso wurde auch expandiert und es entstanden Fabriken auf den Kanaren und in der Dominikanischen Republik, die zwar unter dem Namen H. Upman geführt wurden, aber bereits an der Banderole war deutlich erkennbar, dass sie nur den Namen trugen. Dieses Konzept ermöglichte es dem Unternehmen auf Kuba weiterhin zu überleben.

Heute wird das Unternehmen von der spanisch-französischen Firmengruppe Altadis geführt und es werden auf Kuba ausschließlich „totalmente a mano – Zigarren“ hergestellt. Nicht nur die komplette Handarbeit, auch der vorrevolutionäre Stil, machen die gesamte Serie zu einem besonderen Genuss. H. Upman bleibt der Tradition treu und das ist sehr erfreulich.

Die Majestic und die Magnum 46 stellen zwei Paradebeispiele perfekter „altkubanischer“ Stilistik dar und sind bei erfahrenen Aficionados aufgrund dieser Stilistik sehr beliebt.

H. Upman – Majestic:
Die Majestics gehören zu den Klassikern der Marke und werden von Kennern gerne mehrere Monate im Humidor gelagert, bevor sie zum persönlichen Rauchgenuss werden. Die exakte Bezeichnung dieses Formats heißt Crema und gehört zu den Corona-Formaten. Mit einer Länge von 140 Millimeter und einem Durchmesser von knapp 15,9 Millimeter wird für Rauchvergnügen von 50 bis 80 Minuten gesorgt. Die Zigarre ist im kalten Zustand von subtilen, erdigen Aromen mit Zedernholz, dunkler Schokolade, Kakao und dezenten Röstaromen geprägt. Angezündet, entfaltet sich nach kurzer Zeit die für H. Upman typische Cremigkeit von warmer Schokolade, Kaffee mit Obers und heißem Kakao, begleitet von frischem Zederngeruch und etwas Kaffeebohne mit nussigen Nuancen.

H. Upman – Magnum 46:
Man wird sich nicht unbedingt verneigen wenn eine Magnum 46 gereicht wird, aber eine ähnliche Geste wird so ziemlich jeder Kenner machen, denn diese Zigarre ist so etwas wie ein zusätzlicher Feiertag. Das Format, eine klassische Corona Gorda, hat – wie der Name besagt – ein 46er Ringmaß (18,26 mm Durchmesser) und bietet mit einer Länge von 143 Millimeter sattes Rauchvergnügen für mindestens 90 Minuten.  Im kalten Zustand verschmelzen Aromen von Walnuss, Mandel, Zedernholz, etwas Vanille und Kaffee mit Obers zu einer cremigen Fülle. Angezündet verspürt man sofort dezente Röstaromen, begleitet von exotischen Früchten, einem Hauch Vanille, etwas Karamell, unterlegt mit Aromen von Zedernholz und warmer Edelbitterschokolade.

So könnte man einen trüben Tag zum sonnigen Feiertag machen: Ab Mitte des zweiten Drittels würde ein begleitender Armagnac für sinnlich, harmonischen Genuss sorgen. Zum Beispiel ein Bas Armagnac 1959 von Saoubis, aber das ist nicht nur etwas kostspielig, sondern auch eine andere Geschichte …

Text: Andy Bigler
Bild: jorgophotography / 123RF Stockfoto

 

 

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