Grüner Veltliner Weisser Berg, 2006, Jörg Bretz

Jörg Bretz, CarnuntumHelles aber kräftiges Gelbgold, goldgelbe und leicht grünliche Reflexe. In der Nase viel Mostbirne, Espresso und intensiver Lebkuchen, darüber Vanille und Limone, Rumtopf, schön durchgängig tragender Säurebogen, vollmundig und mit Luft zunehmend schön definiert, leider einen Tick alkoholisch. Am Gaumen wieder Mostbirnen und Lebkuchen, dunkler Espresso und später Milchkaffee, etwas Grapefruit, weißer Pfeffer. mittelbreit, recht lang im Mund.

Sehr spannend und definitiv einer der interessantesten Weine von Jörg Bretz die ich bislang kosten durfte. Mit Luft macht er wunderbar auf und eröffnet eine weiträumige Aromalandschaft. Auch wenn er vielleicht einen Tick alkoholisch ist, das tut ihm im Grunde kaum Abbruch, denn so rund und schön definiert, so harmonisch und würzig hat er die vier Spirits, die ihm die Verkosterrunde  verliehen hat, leicht verdient. Kaufempfehlung? Ja, klar. Immer her damit.

Jörg Bretz, der sein Alleinstellungsmerkmal schon durch seinen ganz eigenen Weinstil hat, ist einer derjenigen, die ihren Weinen wirklich ausgiebig Zeit zur Reifung geben. Mehrere Jahre im Fass und nachfolgende Flaschenreifung sind an der Tagesordnung. Der Winzer mit Sitz im Carnuntum ist gebürtiger Hesse und hat viel internationale Erfahrung, die er nicht nur am eigenen Hof einbringt. Mehr Information zu Jörg Bretz finden sie im Interview mit ihm.

Verkostet, am 27.1.2013
Bild: Bretz

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