Grüner Veltliner Schiefer, 2006, Meinhard Fortstreiter

Meinhard Forstreiter, Kremstal

Im Glas ist er gelb-gold mit grünlichen Reflexen. In der Nase reifer Pfirsich, Granny-Smith und etwas Zitrus. Am Gaumen wieder reifer Pfirsich, reifer Apfel, Zitronella, viel Mineralik, sehr ausdrucksstark, fein ziseliert, Zitrus, schmeckt wie er riecht, vollmundig fruchtig und trotzdem fein mineralisch, mittelbreit bis sehr breit im Mund, feiner weißer Pfeffer, langer fruchtig-mineralischer Abgang. Im Rückhall wieder Pfirsich und Apfel. [Magnum]

Dieser Veltliner gehört für uns zu den ganz herausragenden seiner Art, selten gibt es feinflüssige Mineralik und Frucht, so wunderbar in Flaschen gefüllt, zu kosten. Und das Beste: Eine Flasche davon gibt es noch. Hier im Keller. Die Verkosterrunde hat für so viel Eigenständigkeit, so viel Frucht und Mineralik, fünf prachtvolle Spirits und natürlich eine Kaufempfehlung. Allerdings wohl eher für die aktuellen Jahrgänge. Kaufen und liegen lassen. Und dann voller Freude genießen. Wie wohl für das Meiste aus dem Hause Forstreiter.

Meinhard Forstreiter ist einer der ganz Großen, fast könnte man schon sagen, eine graue Eminenz im Kremstal. Weine wie dieser, der Veltliner Tabor oder auch das Mammut, ein Cuvee aus Zweigelt, Sankt Laurent und Rösler, zeigen wozu die Böden und das Klima im Kremstal fähig sind, wenn, ja wenn sich nur eine kundige Hand mit viel Wissen, Gespür und Geduld darum kümmert. Nicht umsonst sind seine Weine auch international immer wieder hoch prämiert und sehr beliebt. Sein Credo, „Ich mache die Weine für mich. Nur die Weine, die mir schmecken, kann ich auch verkaufen.“, spricht in aller Form für seinen Gaumen.

verkostet, am 26.12.2012
Foto: Forstreiter

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