Grüner Veltliner Pfarrweingarten, 2010, Josef Schmid, Vol.2

Im Glas mittelkräftiges Gold mit gelbgoldenen Reflexen. In der Nase Birne, kandierter grüner Apfel, etwas Waldhonig, würzige Nuancen. Am Gaumen gelber Apfel, etwas gelbe Exotik, helle Mineralik, von kräftiger Säure getragen, ein kräftiger Schuss weißer Pfeffer gegen Schluß, mittelbreit, nicht allzu lang.

Im Grunde ist es nun wirklich endlich an der Zeit, den Kollegen zu öffnen. Wenn Sie noch eine Flasche dieses Jahrgangs haben, machen Sie ihn auf, er könnte jetzt dann langsam getrunken werden. Mit 12,5% ist er kein großes Schwergewicht und seine Zeit ist nun endgültig da. Er ist fein definiert und zeigt sich von einer seiner besten Seiten, aber seien wir ehrlich, aufmachen und trinken und genießen. Die Verkosterrunde vergibt für den aktuellen Zustand zwei Spirits, gerade so. Er fällt ein wenig auseinander im Moment, die Homogenität der letzten Verkostung hat er ein bisschen eingebüßt. Also, jetzt trinken oder schon auf den 2011er ausweichen.

Der Herr Schmid aus Stratzing im Kremstal ist kein Neuling, das Weingut besteht letztendlich bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Tradition ist geblieben nur die Technik und das Weinmachen, das hat sich verändert. Verfeinert und verbessert. Entsprechend sind auch die Weine: Duftig und fein, von der Frucht und weniger vom Alkohol gezeichnet.

Verkostet, am 15.6.2013
Bild: Schmid

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