Grüner Veltliner Pfarrgärten, 2011, Jurtschitsch

Jurtschitsch, KamptalIm Glas zartes Gelbgrün, In der Nase vegetale Noten dann Orange und Zuckermelone, etwas Kandis, auch grüner Apfel,  Zitrone und Limette. Am Gaumen grüner Apfel, frisch, nicht sehr breit und auch eher nicht sehr komplex, Grapefruit, grasige Noten, Limette und auch Zitrone, wieder Grapefruit im Schluss, mit Luft ist eine mineralische Basis durchaus spürbar, dann auch Anflüge von weißem Pfeffer. Recht lang im Mund.

Dieser Veltliner, ein Protagonist der eher fruchtigen, frischen Sorte, macht sich als Speisenbegleiter und vielleicht auch als Drüberstreuer besser als als Solist. Nicht sehr tief aber doch nett und freundlich, so kommt er uns entgegen. Er macht locker die zwei Spirits, leider reicht es für drei Sterne dann aber nicht. Kaufempfehlung, meint die Verkosterrunde noch? Ja, warum nicht, als frischer Veltliner zum Schnitzel, kommt er sicher gut rüber.

Seitdem beim Weingut Jurtschitsch die junge Generation das Ruder in die Hand genommen hat, haben die Weine wieder etwas ihrer polarisierenden Wirkung verloren und wirken auf den Konsumenten insgesamt etwas homogener. Alwin Jurtschitsch bewirtschaftet gemeinsam mit Stefanie Hasselbach das sehenswerte Weingut aus dem 16. Jahrhundert. Dort in einem kühlen Naturkeller, der bereits über 700 Jahre zählt, reifen die zarten Geschöpfe zu großen, immer auf neue, hoch bewerteten Weinerlebnissen heran.

Verkostet, am 10.1.2013
Bild: Jurtschitsch

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