Grüner Veltliner Classic, 2011, Petra Unger

Petra Unger, KremstalIm Glas Grüngold mit gelben Reflexen. In der Nase zuerst etwas zurückhaltend, mit Luft viel grüner und gelber etwas mürber Apfel, auch reife süße Zitrone darüber, niemals dropsig weil schön definiert, eine gute Ladung Mineralität, helle Würze, breit und mundfüllend aber dabei pikant und immer auch elegant, sehr trinkig, weißer Pfeffer im Schluß. Mittellang.

Wunderbar, sagt man da mit einem Lächeln, ja einem Grinsen im Gesicht. Endlich wieder einmal ein so schöner, sortentypischer Veltliner aus dem Kremstal. Einer der sich trotz seiner nur 12,5% traut kräftig und breit und mundfüllend zu sein und seine Eleganz gut einspielt. Wieder mal einer, bei dem wir alle uns vergessen und die ganze Flasche dran glauben muss. Tja, manchmal ist es eben so, da hilft kein Jammern. Vier Spirits für die Frau Unger – und vielleicht sollten wir endlich daran gehen uns näher mit ihren Weinen und diesem speziellen Terroir auseinanderzusetzen – wenn sie solche Weine macht. Kaufempfehlung? Ja, bitte, keine Frage – übrigens ein Supermarktwein, einer um die € 6,-. Glaubt uns kein Mensch …

Das Herzstück des Weingutes Petra Ungers ist der Furtherhof. Hier wird gepresst und gereift, gelagert und gefeiert. Hier entstehen die wunderbaren Herzstücke der Kremstaler Weinkultur, die wir so sehr schätzen. Und hier arbeitet die rührige Winzerin nach den letzten Erkenntnissen der Önologischen Entwicklungen und dem grundlegenden Wissen der Tradition. In den Weingärten bewegt man sich nachhaltig naturnah, der Keller – den man schon von den vorherigen Generationen übernehmen konnte – ist auf dem modernsten Stand und unterstützt das Streben nach höchster Qualität.

Verkostet, am 27.2.2013
Bild: Unger

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