Grüner Veltliner, 2010, Domäne Gobelsburg

Kräftiges Grüngold, grüne Reflexe. In der Nase reifer Apfel und Limone, etwas Gewürze und ein ganz klein wenig Blütenhonig. Am Gaumen wieder Limone und reife fast schon mürbe Äpfel, Zitrone, wieder Gewürze, etwas Honig, fast nervige Säure, relativ breit, mittellang, im Nachgang noch ein wenig Frucht.

Schloss GobelsburgIch bin ein Fan reifer Weine. Und hier habe ich wohl den Zeitpunkt gut erkannt. Immer wieder muss ich mein Credo wiederholen, immer wieder predigen: Lasst den Weinen ihre Zeit. Hier haben wir das beste Beispiel keines Spitzenweines aber doch recht feinen Veltliners, der mit etwas Zeit und Geduld eine schön homogenes und sehr feines Trinkerlebnis wird. Gute Reife, sehr gut! Kaufempfehlung, definitiv ja. Aber wohl eher den Jahrgang 2011, der 2010 wird wohl aus sein. Und dann ein bisschen warten, der 2011er wird möglicherweise noch bessere Anlagen haben.

Die Domäne Gobelsburg zählt zu den drei Marken, die aus dem Kamptal direkt aus dem Schloss Gobelsburg kommen. Gobelsburger, Domäne Gobelsburg und Schloss Gobelsburg heissen sie jeweils und stellen in dieser Reihenfolge eine Leiter dar, die bis zu den höhen allerbester österreichischer Weinkunst aufsteigt. Michael Moosbrugger und seine Frau Eva haben hier in den letzten 20 Jahren eines der grossen Weingüter des Kamptales heranreifen lassen. Und einer der vielen schönen Aspekte dabei ist, dass es aus diesem Haus auch durchaus niederpreisige Aspiranten für meinen Verkostungstisch gibt, nämlich beispielsweise die Marken Gobelsburger und Domäne Gobelsburg. Immer her damit.

Verkostet am 16.5.20

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