Grüner Veltliner Reserve Käferberg Erste Lage DAC, 2008 Jurtschitsch

Alwin und Stefanie Jurtschitsch, KamptalIm Glas mittleres bis kräftiges Gelbgrün, goldgelbe Reflexe. In der Nase fruchtig, gelbe Früchte, reifer Apfel, Zitronade. Am Gaumen wieder reifer Apfel, feinmaschig, mineralisch, breit, komplex und raffiniert, füllig, Grapefruit und gelbe Tropenfrüchte. Langer und fülliger Abgang.

Die Riede Käferberg ist ein Urgesteinsboden, was sich im Geschmack, in der flüssigen Mineralität im Glas niederschlägt. Die Trauben dieser alten Lage werden nach bester Winzermanier immer wieder selektioniert und ertragsreduziert, sie vergären anfangs im Stahltank um dann endlich im großen Holzfass weiterreifen zu dürfen. Und diese Reife kann man hier ganz wunderbar schmecken. Mineralisch, fruchtig, lang, füllig und raffiniert, engmaschig. Aber so schön er auch ist, im Grunde sollte man ihn noch ein wenig liegen lassen und vielleicht erst in den nächsten Jahren wieder eine Flasche probieren. Er wird sicher nur noch besser. Tolle, runde, feine Sache. Kaufempfehlung, ja, auf jeden Fall, Kosten eher über € 30,-. Aber das Aha-Erlebnis alleine rechtfertigt schon den Preis. Und klare 4 Spirits von unserer Verkosterrunde hier.

Zu Alwin Jurtschitsch aus dem Kamptal in Niederösterreich muss man im Grunde nicht viel sagen. Er ist eines der bekanntesten Weingüter der Gegend und in einer Reihe mit großen Namen wie Bründlmayer, Steininger oder ähnlichen anzuführen. Und – interessanterweise – er polarisiert immer wieder; seine Weine schmecken oder schmecken nicht, da gibt es oft kein dazwischen. Aber Qualität im Glas sind sie in jedem Fall.

Verkostet, am 11.5.2012
Bild: Jurtschitsch

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