Grüner Veltliner Steinberg, 2011, Nigl

Nigl, KremstalIm Glas helleres Grüngold. In der Nase Steinobstnoten, mit Luft auch saftiger Apfel. Am Gaumen würzig, dann fast vibrierende Säure, zu Anfang auch etwas Exotik, Grapefruitnoten, pfeffriger Schluss, nicht sehr lang.

Ein Supermarktwein, dieser Kandidat, und das ganz ohne Wertung. Allerding ein 2011er mit nur 11,5%, was uns sagen will, er sollte wohl bald geöffnet und getrunken werden. Aber er hat sich dafür auch ganz gut gehalten, er ist ganz sicher nicht der Vorzeigewein des Weingutes, er kann nicht an die Klasse anschließen, die man von diesem Winzer sonst kennt. Aber ein frischer, auch ein fruchtiger, ein würziger Kandidat, der die Terrasse oder vielleicht sogar die Speckjause gut unterstreichen würde, ist er allemal. Die Verkosterrunde hat zwei Spirits dafür und auch eine leise Kaufempfehlung, allerdings eher für den aktuellen Jahrgang.

Das Weingut Nigl in Senftenberg bebaut dort etwa 25 ha an Weingärten. Dieses für österreichische Verhältnisse gar nicht so kleine Weingut gilt als eine der Größen im Kremstal. Jahr für Jahr entstehen dort mindestens zwei große Gewächse, der Senftenberger Piri und der Privat. Beide werden auch jedes Jahr aufs Neue mit hohen Bewertungen verwöhnt – durchaus zu recht. Der Begriff Nigl steht nicht nur für das Stammhaus sondern im Grunde für vier Winzerhäuser, alle verwandt und eng verbunden sind.

Verkostet, am 21.9.2013
Bild: Nigl

 

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