Grüner Veltliner Federspiel Loibner Klostersatz, 2009, F.X. Pichler

F.X. und Lucas Pichler, WachauIm Glas Goldgrün. In der Nase ein Kräuterteppich, etwas Bitterorange, gelber Apfel, kandierte  Pfirsichblüten, straff, elegant, mineralisch-würzig. Am Gaumen kräutrig, kandierte Pfirsichblüten, gelber reifer Apfel, etwas Birne, Graphit, mineralisch, elegant und gehaltvoll, trotzdem leicht und trinkig, Grapefruit und Birne gegen Schluss, pfeffrig, schlank, sehr lang im Mund.

Schön ist er. Aber natürlich, die Stars des österreichischen Weinhimmels liefern auch an den Federspielen das ab, was wir Konsumenten erwarten. Er ist sehr elegant, straff und nobel, sehr lang und ausdauernd, mit würzigem Boden und wunderbar trinkig. Wunderbar, wie frisch er sich zeigt, wie mineralisch er durchblitzt. Ja man muss sich drauf einlassen und ihn genießen, dann hat er auch wirklich etwas für Nase und Gaumen zu bieten. Die Verkosterrunde findet dafür vier Sterne und – irgendwie auch klar – eine klare Kaufempfehlung.

Franz-Xaver Pichler, oft zu F.X. gekürzt, ist wohl eine der bekanntesten Namen der Wachau. Seine Weine sind legendär, nicht nur innerhalb Österreichs. Schlußendlich ist er in vieler Augen in hohem Maße mitverantwortlich für den Weltruf der Wachauer Smaragde. Der Betrieb besteht sein 1898, seit 1971 ist er in seiner Hand. 1990 hat er mit dem legendären Riesling Kellerberg den internationales Durchbruch geschafft hat und noch immer zeigt er Jahr für Jahr wie Wein sein kann. Inzwischen gemeinsam mit Sohn Lucas, bringt er immer wieder ein Abbild des Terroirs, des Wetters, der Lage, ja des ganzen Jahres in die Flasche. Und erhält dafür die Anerkennung aller, die jemals eine davon geöffnet haben.

Verkostet, am 20.7.2014
Bild: Markus Rössle

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