Grüner Veltliner Hundschupfen, 2012, Hagn Mailberg

Hagn, Mailberg, WeinviertelIm Glas kräftiges goldgrün. In der Nase viel Birne und Orange, darunter etwas Kräuteraromatik, ein Hauch Pfeffer. Am Gaumen Orangen, Exotik, etwas Birne, Mineralik, ein wenig Litschi, kräftig und harmonisch, langanhaltend und schön strömend, der Restzucker kontert die lebendige Säure sehr fein, trinkig, eine gute Prise Pfeffer am Schluss, mittellang bis lang mit dunklem Pfeffer und Mineralik.

Das Weinviertel zeigt uns, dass es mehr als nur einen oder zwei aus der Masse herausragende Weingüter gibt und Peter Ladinig sagt ja schon lange, dass man zu diesem Weingut genauer hinschauen sollte. Allein, es hatte sich noch nie eine Flasche auf den Verkostertisch verirrt. Jetzt, da die Gelegenheit da war, wollen wir uns dem Schönen ergeben, denn dieser Veltliner hat gezeigt, welche Kraft und Vielfalt, wieviel Mineralik und Frucht in einem feinen Weinviertler Veltliner stecken kann. Die Verkosterrunde hat dafür gute vier Spirits herzugeben und eine fette Kaufempfehlung dazu. Her damit. So macht Veltliner Spaß.

Das Weingut Hagn, ein sehr dynamischer Betrieb im Weinviertel beschreibt sich selber mit den Worten: „Ein glamouröses Weinparadies inmitten der Weinberge und eine Oase der Ruhe, gepaart mit modernem Lebensgefühl findet sich hier neben bewährter Tradition.“ Dabei ist von Ruhe wenig zu spüren, wenn man das Geschehen um das Weingut ein wenig verfolgt. Wolfgang und Leo Hagn und der umtriebige Wolfgang jun. verfolgen ihre eigenen Konzepte. Und die dürften durchaus aufgehen, glaubt man der nichtendenwollenden Kette von kleinen und größeren Auszeichnungen, die die Winzer in den letzten Monaten und Jahren eingefahren haben. Spannende Zeiten. Für junge Winzer.

Verkostet, am 7.12.2013
Bild: Hagn

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