Grüner Veltliner „For Friends Only“ Smaragd, 2011, Erich Machherndl

IMG_0919 KopieEin zierlicher Kraftprotz ist das, mit Kräuterwürze und sogar etwas reifem Steinobst und exotischen Noten in einer Konzentration die fast unbeschreiblich ist. Beim neuerlichen Geruchstest dominiert plötzlich konzentrierter Urveltliner mit Pfeffer, Kräutern und floralen Noten. Am Gaumen ausladend, aber niemals kitschig breit. Insgesamt frisch und lebendig, mit passender Säurebegleitung. Der Abgang ist derart lang, dass man beinahe das Wort endlos gebrauchen möchte. Der Nachklang präsentiert sich nicht nur harmonisch und lang anhaltend, er erzeugt auch ein unwiderstehliches Verlangen nach mehr!

Zurzeit ist der Wein am Beginn seiner Trinkreife mit extra großem Potential. Unbedingt dekantieren!

Nomen est Omen! Sollte man keine Freunde haben, könnte man sie sich machen, indem man diesen Wein serviert.Genau genommen wurde über diesen Wein schon alles gesagt und ich will ihm gar keine Spirits geben, denn die ihm gebührenden fünf Spirits (eigentlich mehr, wenn es mehr zum Vergeben gäbe) tragen wohl dazu bei, dass dieser Wahnsinnsstoff bald ausverkauft sein wird – und was trinke ich dann?

Acht Hektar Rebflächen in den besten Lagen rund um Wösendorf in der Wachau werden bewirtschaftet, selbstverständlich ökologisch schonend, nach den Vorgaben des naturnahen Weinbaus. Sortentypisch, unverkennbar Machherndl, unverkennbar Wachau. War es Anfang der 90er Jahre noch Erich Machherndl Senior, der das richtige Gespür für das Zusammenspiel aus Natur und Fachwissen eines Weinbauern auslebte und in Flaschen füllte, ist es nun seit 1998 Erich Junior, der für den Betrieb verantwortlich zeichnet. Seit 2002 ist er der offizielle Betreiber und Kellermeister des Familienweinguts. Damals wie heute ist es ein großes Anliegen, typische Wachauer Weine mit Machherndl Charakter zu keltern. Uniformer Mainstream ist nicht ihr Geschäft. Erich jun. ist kein “Weinmacher”, er ist Handwerker und Winzer oder besser gesagt, Wachauer Weinbauer, der das Angebot der Natur positiv zu nützen weiß, im Keller äußerst sauber arbeitet und auf den Einsatz uniformierender Technologien verzichtet. Wir haben bereits ausführlicher hier berichtet!

Text und Bild: Andy Bigler

Verkostet am  20.12.2014

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