Grüner Veltliner Federspiel Kreuzberg, 2013, Josef Fischer

Josef Fischer, WachauIm Glas gelbgold. In der Nase grüner Apfel, mit Luft auch Ananas und Mango, Pfirsich, klar, würzig. Am Gaumen Zitrone, verwoben und dicht, kräftig, Apfel und Birne, noch verschlossen und etwas von der Säure geprägt, dunkle Würze am  Boden, elegant, mittelbreit, endlos im Mund zeigt er noch Mineralik und auch helle Fruchttöne.

Dieser Kollege im Glas kann das Rennen um den feinsten Tropfen des Abends recht mühelos machen. Er schmeckt definitiv nach mehr als mit seinen 12,5% an alkoholischem Inhalt hat. Kräftig und stoffig, noch verwoben aber auch mit einigem an Potential, das er wohl erst in einigen Monaten zeigen wird. Also, wenn wir eine hätten, würden wir in einigen Wochen bis Monaten eine weitere Flasche öffnen. Die Verkosterrunde vergibt prompt und mit gutem Gewissen vier goldene Spirits und eine fette Kaufempfehlung. Jetzt kaufen und noch einige Monate liegen lassen. Und dann genießen.

Josef Fischer, der junge Winzer aus der Wachau. Er hat vor einigen Jahren den elterlichen Betrieb übernommen und zeigt seitdem was er drauf hat. Und das ist nicht wenig. In Rossatz, am rechten Donauufer gelegen,  hat er auf etwa 9 ha an Weingärten. Ein Winzer der neuen Wachauer Generation, ein leidenschaftlicher Weinmacher, der mit einigen anderen daran arbeitet, den Ruf der rechten Donauseite weiter zu festigen und dem ihrer etwas prominenteren linken Schwester anzugleichen. Und auch ein junger Kosmopolit, der seine Lehrjahre in Neuseeland und Australien verbracht hat. Die Weinpresse hat ihn besucht, lesen sie hier sein Portrait.

Verkostet, am 17.7.2014
Bild: Fischer

Spirits:

One comment on “Grüner Veltliner Federspiel Kreuzberg, 2013, Josef Fischer

  1. Einer der einen Verkosterabend locker gewinnt und alle Kollegen des Abends dabei in die Tasche steckt. 🙂

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