Von lauen Sommernächten und Grillduft in der Nase

Grillen mit Freunden. Rainer Sturm, Pixelio.Wein macht mürbe. Den Menschen nach übermäßigem Genuss und, und das ist die hier interessantereVariante, das Fleisch. Alte Grillhasen kennen die Tricks beim Marinieren gut. Wurde es früher angewandt um die Haltbarkeit zu verlängern, genießt man heute den Effekt, den die sogenannte Beize mit sich bringt: Die Säure im Wein zersetzt die Kollagenfasern und macht das Fleisch zart und saftig. Kräuter und Gewürze dringen in die Zellen ein und geben einen herrlichen Geschmack.

Im Handel bekommt man durchaus bereits mariniertes Grillgut allerdings ist die dafür verwendete Fleischqualität oft mäßig. Für grillfertig gewürztes Fleisch vom Schwein und Rind darf nämlich aufgetaute Ware verwendet werden. Es kommt zu Geschmacksverlusten und die werden mit Geschmacksverstärkern und Aromastoffen ausgeglichen. Von echtem Geschmack kann also kaum mehr die Rede sein. Durch die dunkle Marinade sind die Farbe und Fettmaserung des Fleisches schwer zu beurteilen. Immerhin sind die letzten bakteriellen Untersuchungen gut ausgefallen. Na ja. Ich stimme für weniger Fleisch und dafür hohe Qualität!

Also selbst ran an das Grillgut! Es ist schnell getan und es zahlt sich aus! Jede Grillmarinade enthält die drei Basiszutaten Öl, Säure und Würze. Für eine Rotweinmarinade braucht man Olivenöl, trockenen Rotwein, etwas Zitronensaft, frischen Knoblauch, Senf, Petersilie und Rosmarin, Thymian, Oregano und Pfeffer. Die Marinade darf ruhig intensiv sein, denn am Fleisch bleibt nur ein kleiner Teil der Geschmacksstoffe übrig.Experimentieren Sie ruhig, es kann nichts schief gehen. Je länger es ziehen kann, umso besser. Mindestens allerdings sollten es 4 Stunden sein, zugedeckt im Kühlschrank. Und bitte, das Fleisch erst kurz vor dem Grillen salzen.

Und jetzt noch ein paar Bilder für den Kopf: Abendstunden. Abklingende Hitze. Geliebte Menschen um sich. Grillduft kitzelt die Nase. Vielleicht auch noch ein kitschiger Sonnenuntergang. Ein Glas vom verbliebenen Wein dazu und voilà, fertig ist der perfekte laue Sommer-Grillabend!

Text: Andrea Ficala
Bild: Pixelio, Rainer Sturm, Ficala

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