Grauburgunder, 2001, Georg Preisinger

Georg Preisinger, NeusiedlerseeIm Glas goldgrün, goldene Reflexe. In der Nase zuerst ein kleines Stinkerl, später Kriecherl, reife Birne und Apfel, etwas Pfirsich und auch etwas weißer Pfeffer. Am Gaumen viel reife Birne, weiße Früchte, etwas Exotik, kleine rote Äpfel, kühle Aromatik, mit Luft auch Spuren von Erdbeeren und frisches Brot, roter Pfeffer, recht schön definiert und vollmundig, relativ breit, lang im Mund.

Die drei vergebenen Spirits sind hier gut investiert und treffen den Punkt ganz gut. Schön definiert, mundfüllend und freundlich. Quasi ein Gute-Laune-Wein! Von über 30-Jährigen Reben und sechs Monate im großen Holzfass gelegen, bietet er einiges an Trinkfluss und Vergnügen. Kosten etwa € 8,- und dafür bietet er auch eine Menge Spaß. Kaufempfehlung? Aber ja doch. Vielleicht einen späteren Jahrgang aber ich denke fast, man kann hier nicht viel falsch machen.

Die Gut der Familie Preisinger gibt es nun schon seit 1851 und sie werden auch über die Generationen hinweg nicht müde ihrer Leidenschaft, dem Wein, zu frönen. Was uns antreibt ist die Faszination, die Seele unserer unverwechselbaren Region zu einem Genussprodukt in flüssiger Form zu veredeln, kann man von Georg Preisinger hören. Und wer zuhört  und auch die anderen Sinne schärft, wird noch viele Gründe finden, seine Weine zu trinken. Knapp 10 ha Weingärten werden von dem Familienbetrieb in einer sehr naturnahen Arbeitsweise bebaut und daraus entstehen etwa 44.000 Flaschen.

Verkostet, im August 2012

Bild: Preisinger

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