Gesunde Chips? Wir wissen wie das geht.

Gesunde Ernährung mit GemuesechipsAbends entspannt vor dem Fernseher, als Snack für Zwischendurch oder an einem faulen Sonntag sind die altbekannten Kartoffelchips die perfekte Leckerei. Genauso schmackhaft wie sie sind, genauso wenig nahrhaft und noch dazu alles andere als förderlich für unsere Gesundheit sind sie jedoch leider.

Eine wesentlich bessere, kalorienärmere und ebenso köstliche Alternative dazu sind, in Zeiten, in denen die eigene Gesundheit immer mehr und mehr an Bedeutung gewinnt, Gemüsechips. Ganz einfach selbstgemacht sind die Knabberein nicht weniger knusprig, salzig und lecker als ihre Pendants aus dem Supermarkt, nur ohne Chemie. „Kartoffelchips sind doch auch aus Gemüse“, ist man verleitet dabei einzuwerfen, um das schlechte Gewissen aus seinen Gedanken fernzuhalten. Ohne Frage werden natürlich die ungesunden, fettigen Knusperdinger auch aus ganz normalen Kartoffeln hergestellt. Allerdings werden die meisten Fertigchips frittiert und mit künstlichen Aromen und Geschmacksverstärkern versetzt, die bewirken, dass wir nicht mehr mit dem Naschen aufhören können, haben wir erst einmal damit angefangen. Zusätzlich bewirken ungesunde Fette, zu viel Salz und Industriezucker, dass wir beim Genuss von Chips aus der Packung die Kilos geradzu an uns wachsen fühlen.

Die Zubereitung
Viele verschiedene Gemüsearten eignen sich dazu, aus ihnen Chips herzustellen. Die Gängigsten, die dafür verwendet werden, sind beispielsweise Kartoffeln, Süßkartoffeln oder Topinambur, Karotten, Rote Rüben, Zucchini, Auberginen oder Grünkohl. Ganz gleich auf welches Gemüse auch immer eure Wahl fällt, die Zubereitung unterscheidet sich schlicht durch die Gardauer im Ofen. Zuallererst sollte das Gemüse gewaschen und gut getrocknet werden, damit es anschließend in möglichst dünne Scheiben geschnitten werden kann. Ein Tipp, damit das Gemüse an Wasser verliert ist, es vorher zu Salzen und einige Zeit stehen zu lassen. Zum Schneiden können Küchenutensilien wie ein Hobel oder ganz einfach die Brotschneidemaschine verwendet werden. Die Devise lautet „Je dünner, je knuspriger!“ Trotz alledem solltet ihr es damit nicht übertreiben. In einer Schüssel werden danach Oliven- oder Sonnenblumenöl, Salz und verschiedene Kräuter und Gewürze gemischt. Curry passt zu Karotten besonders gut, Rosmarin oder Paprikagewürz zu Kartoffeln, oder Chili zu Süßkartoffeln, es kann jedoch auch jedes andere beliebige Gewürz verwendet werden. Mischt man dem „Dressing“ Essig bei, gelingt die beliebte „Salt&Vinegar“ Geschmacksrichtung. Ist die Mixtur nun nach jedermanns Belieben fertiggestellt, werden ihr die rohen Gemüsechips beigefügt und gut gemischt. Zu guter Letzt müssen die Gemüsescheiben einzeln, ohne übereinanderzuliegen, auf einem Backblech mit Backpapier verteilt und im vorgeheizten Rohr getrocknet werden. Achtet darauf, dass nicht zu viel von der Öl-Mixtur auf dem Blech landet, sonst werden eure Chips braun, bevor sie überhaupt angefangen haben zu trockenen. Damit die Feuchtigkeit entweichen kann, sollte zwischendurch das Rohr immer wieder kurz geöffnet werden.

Die Gardauer und die Temperatur variieren zwischen den verschiedenen Gemüsesorten. Süßkartoffeln benötigen beispielsweise eine Temperatur von rund 190 Grad, Zucchini 230 Grad, Grünkohl 130 Grad, Rote Rüben 130 Grad und Auberginen 200 Grad. Fertig sind die Chips im Rohr in durchschnittlich 30 bis 50 Minuten. Wenn die Scheiben aufgespießt und über einen tiefen Teller gelegt werden können sie auch bei 750 Watt in etwa 7 Minuten in der Mikrowelle getrocknet werden. Während dem Garen, ist es außerdem ratsam, die Chips ein- oder mehrmals zu wenden, sodass sie von beiden Seiten schön knusprig werden. Sind die Chips dann endlich fertig, können sie ganz einfach so wie sie sind geknabbert werden oder mit diversen Dips und Saucen wie etwa einer unkomplizierten Schnittlauch- oder Kräutersauce, die ganz einfach mit Topfen, Gewürzen und frischen Kräutern zubereitet wird, genossen werden.

Wer lieber süße Chip hat, kann auch Obst beispielsweise Äpfel, Birnen, Ananas oder unreife Bananen genauso zubereiten. Der einzige Unterschied ist hier, dass die Obstscheiben in eine Marinade aus Zitronensaft und Wasser oder Honig getaucht werden, bevor sie ins Rohr wandern. In Gläsern oder Papiersackerln an einem trockenen und kühlen Ort aufbewahrt halten sich beide Varianten mehrere Tage.

Viel Spaß beim Zubereiten, Naschen und Genießen.

Text & Bild: Marion Pertschy

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