Furmint, 2013, Herrenhof Lamprecht

Herrenhof Lamprecht SüdsteiermarkIm Glas gelbgrün, goldene Reflexe. In der Nase Ringlotten, Mostbirne, Wiesenblüten, Honig, Kräuterboden.  Am Gaumen grüne Töne, dicht, kandierte Zitronen, mit Luft auch kandierte Orangen, würzig, salzig, lang im Mund mit Minzkräutern.

Interessant, dieser Kollege. Und zwar sowohl der Winzer wie auch der Wein. Einen Furmit bekommt man nicht alle Tage auf den Verkostertisch. Leider ist er wohl noch etwas jung und er kommt und kommt nicht recht in den  Trinkfluss. Auch nicht mit noch mehr Luft.  Trotzdem ist er interessant. In der Machart, in seinen Aromen, in seiner Struktur. Er braucht ganz sicher noch viel Zeit, hat aber auch sicher Zukunft. Die Verkosterrunde hat dafür drei Sterne. Und durchaus eine Kaufempfehlung. Nur warten sollte man können.

Seine Weingärten sind lebendig, farbenfroh und belebt. Der junge Freestyle-Winzer aus der Steiermark hat einen Demeterbetrieb aufgebaut, eine Weinmanufaktur der Sonderklasse. Selber sagt er: “Über Weingärten kann man viel schreiben, doch das Wesen einer guten Hanglage kann man erst begreifen, wenn man vor Ort zu den Reben geht.” Er und seine Weine haben in Wahrheit den Status des Geheimtipps bereits verlassen, denn er hat sich in den letzten Jahren einen fixen Platz am österreichischen Weinhimmel erkämpft. Hier gibt es mehr von ihm.

Verkostet, am 17.6.2014
Bild: Lamprecht

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