Francisco Miguel, 2013, F.M. Mayer

Wiener Wein. F.M. MayerIn der Nase Litchi, Mango und grüner Apfel mit zarten Röstaromen. Am Gaumen füllig, mit leichter Exotik, sehr gut eingebundenes Säuregerüst. Angenehmer, bereits sehr runder Abgang mit Tiefe schöner Länge. Beginnende Trinkreife, gutes Entwicklungspotential innerhalb der nächsten Monate und sehr gutes Lagerpotential.

Dieser Chardonnay mit zirka 60% Mendoza-Chardonnay stammt aus den Rieden Preussen und Unger am Nussberg. Argentinische Rebstöcke am Nussberg! Es ist wirklich sehr schwierig, das korrekt auszudrücken und mir fällt nichts aussagekräftigeres ein, als „grenzgeniale Verrücktheit“! Mit viel Mut, noch mehr Verstand und önologischem Wissen ausgepflanzt, über Jahre hinweg bestens gehegt und gepflegt, das ergibt dann den argentinischen Wiener oder doch wienerischen Argentinier? In jedem Fall ein wunderbarer Wein, unverkennbar Chardonnay und dafür vergebe ich fetteste vier Spirits, ach was sage ich, angesichts des Entwicklungs- und Lagerpotentials werden es sogar fünf!

Das Weingut F. M. Mayer besteht seit Ende des 20 Jahrhunderts, genauer seit 1999, und noch immer sind die erzeugten Mengen und die Rebflächen des Hauses klein. Der ungewöhnliche Weinmacher bringt viel internationale Erfahrung ein und er ist äußerst erfolgreich darin, seine ganz eigenen Vorstellungen des Wiener Weines durchzusetzen. Seine Produkte stehen in vielen Wettbewerben am Siegerpodest, beispielsweise konnte er bei der Wiener Landesweinbewertung mit allen eingereichten  Weinen reüssieren. Die Weinpresse hat ihn besucht und berichtet hier.

Verkostung Andy Bigler
Verkostet im Juli 2014
Bild: F. M. Mayer

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