Famos, 2008, Hans Nittnaus

Hans und Christine NittnausIm Glas dunkles Purpur, opaker Kern. In der Nase zuerst frische Heidelbeeren, darunter Vanille und Kakao, etwas Waldbeer- und Powidlmarmelade, dunkle zartbittere Schokolade. Am Gaumen Vanille und dunkler Toast, leicht alkoholische Schärfe, wird auch nicht recht homogen, darunter dunkle Würze neben fast schwarzem Toast, Anflüge von Cassis, etwas grobe Tannine, nicht sehr lang.

Eine Mittelklassegewichtung könnte man sagen, aber dabei wird er auch nicht ganz homogen und die Aromen lassen sich auch nicht wirklich einfangen. Eine Kaufempfehlung? Können wir noch überlegen? Vielleicht haben wir ihn ja in einem schlechten Stadium geöffnet und vielleicht muss man auch zugute halten, dass 2008 kein wirklich herausragendes Jahr wäre, wie immer, die Verkosterrunde gesteht ihm nur einen Spirit zu, diesen aber aus vollem Herzen.

Die Familie wird bereits Ende des 17. Jahrhunderts mit Weinbau in Verbindung gebracht und man legt Wert darauf den Begriff Tradition eng mit dem Haus verwoben zu sehen. Das Weingut bearbeitet etwa 26 ha Weingärten, was für österreichische Verhältnisse relativ viel ist. Seit 1986 liegt die Federführung bei Hans und Christine Nittnaus, die mit ihrem großen Engagement, ihrer Innvoationsfreude und ihrer spürbaren Liebe zum Wein eine tragfähige Marke geschaffen haben. Man arbeitet auch im Weingarten sehr naturnah, speziell an der Hauptsorte Zweigelt, die hier immer wieder mit hohen Bewertungen überzeugen kann.

bild: Nittnaus

Spirits:

Comments are closed.

DieWeinpresse located at Wien , 1020 Wien, Austria . Reviewed by 4793 Reader rated: 4.8 / 5