Fab Four – Classic, 2012, Leopold Blauensteiner

Gösing. WagramRubinrot mit Bordeaux Reflexen und einem violetten Schimmer vermitteln Tiefgang. In der Nase dominieren anfänglich Kirscharomen, die unmittelbar danach mit Cassis und dezenter Kräuterwürze harmonisch verschmelzen. Am Gaumen zeigt sich gut strukturierte Kraft mit einem anmutigendem Fruchtkörper, sehr gut eingebundenen Tanninen und lebendiger Feingliedrigkeit. Im Abgang gut strukturiert mit passender Länge, die sich im Nachklang charmant und anmutigend fortsetzt. Mittlere Trinkreife sorgt bereits jetzt für Trinkspaß. Es ist auch reichlich Potential für Entwicklung und Reifung im Keller vorhanden.
„The fabolous four“ sind in diesem Fall die Rebsorten Zweigelt (60%), Cabernet Sauvignon, Syrah und Blauburger. Der Mix aus autochthonen und internationalen Sorten ist nicht nur gelungen, sondern bestätigt auch eindrucksvoll Leopold Blauensteiners Gefühl im Umgang mit dem Traubenmaterial.

Ein g’standener „Multikultureller“, ein Beweis dafür, dass sich heimische Sorten auch ohne Holz- und Röstaromen im Verschnitt mit internationalen Rebsorten sehr gut verstehen und vor allem auch sehr gut munden. Ehrliche vier Sterne für die beiden Österreicher und ihre beiden französischen Partner!

Für den Weinbauern Leopold Blauensteiner ist das Winzer-Sein nicht nur Beruf, sondern Berufung. „Das ist Leidenschaft für die Natur, den Wein und Freude an der Kreativität. Durch gezieltes Weingartenmanagement und dem nötigen Feingefühl im Keller entstehen Gesamtkunstwerke mit eigenständigem Profil, die geschaffen sind, uns zu verzücken“, so versteht er sich und seine Rolle. In Gösing am Wagram entstehen so Weine aus und in nachhaltiger Bewirtschaftung. Wir haben ihn besucht und vorgestellt – bitte lesen Sie hier.

Text: Andy Bigler
Bild: Leopold und Christoph Blausteiner/ Monika Helm
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