Die Espressomaschine.

EspressoDer Weg zum perfekten Espresso beginnt mit der Erfindung der Espressomaschine. Der Grundgedanke war einzelne frische Kaffees zuzubereiten und das in möglichst kurzer Zeit. Mit dieser Überlegung beschäftigten sich bereits im 19 Jhd. einige wissbegierige Köpfe – die erfolgreichsten davon in Italien.

Einer dieser klingenden Namen gehört demjenigen dem dies als ersten gelang, Luigi Bezzera aus Mailand. Die Präsentation auf der Weltausstellung in Paris im Jahr 1855 gilt als die Geburtsstunde der technischen Errungenschaft, der Espressomaschine. Diese Maschine arbeitete bereits mit einer Wassertemperatur von 90°C erzeugte jedoch noch keine Crema. Dieser heute so begehrte feinnussige Blickfang war erst durch die Weiterentwicklung von Achille Gaggia im Jahre 1938 möglich. Dem Kaffeegenießer jener Tage musste der Schrecken vor chemischen Zusätzen genommen werden. Und angepriesen als natürliche Crema gelang der Siegeszug des Espresso. Dabei wurde das heiße Wasser mit Druck durch das Kaffeepulver gepresst, was mittels Federzug geschah. Bekannt als Hebelespressomaschine gilt sie bis heute als die Krönung in der Espressozubereitung. Die anmutig leise Extrahierung des Mahlgutes im Druckverlauf einer gespannten Feder dürfte dafür verantwortlich sein.

Ein weiterer Meilenstein bringt den Namen Faema ins Spiel und zwar im Jahr 1961. Diese Firma schaffte es durch den Einbau einer Pumpe einen konstanten Druck bereitzustellen und eine höhere Leistungsfähigkeit zu gewährleisten. Noch heute gebaut unter der Bezeichnung E61. Exklusiv und betörend schön für jeden, dessen Herz für Espresso und Espressomaschinen schlägt.

Jene welche sich mit dem Gedanken der Anschaffung einer Espressomaschine tragen möchte ich noch ein einige technische Details mitgeben. Natürlich reden wir hier nur von Siebträgermaschinen, um alle Zweifel zu zerstreuen.

Häufig beginnt der Einstieg in die italophile Welt des Espresso mit einer sogenannten Einkreismaschine. Dabei wird aus einem Kessel das Wasser für Dampf zum Milchschäumen, das Teewasser und das für den Kaffee bezogen. Das funktioniert auch einwandfrei mit nur einem kleinen Nachteil, wenn vorwiegend Cappuccino getrunken wird: Bei gleichzeitiger Nutzung von Dampf und Espresso kommt es zu Druckverlust für den Kaffee. In diesem Fall wird zuerst der Espresso gemacht und danach ein wenig gewartet bis wieder ausreichend Druck zum Milchschäumen aufgebaut ist.

Die geeignetere Variante für diesen Zweck oder auch bei höherem Kaffeebedarf ist die Zweikreismaschine. Hier wird mittels einer eingebauten Pumpe in einem unabhängigen Wasserkreislauf, der durch den beheizten Kessel führt, stets frisches Wasser mit einem konstanten Druck durch das Kaffeepulver gepresst. Damit sind wir für jeden Einsatz bestens gerüstet.

Eine geeigneten Frischmahlmühle dazu und sie werden noch nach Jahren eine Ihrer besten Investitionen darin erkennen und viele genußvolle Momente erleben.

Text: Peter Steininger
Bild: 123rf.com

2 comments on “Die Espressomaschine.

  1. andreasbigler on said:

    Als einer, der täglich nicht nur als Berater sondern auch als Gast mit der Gastronomie zu tun hat, erlaube ich mir zu sagen, was nützt es die beste Espressomaschine und die beste Mühle zu haben, wenn die Einstellung nicht passt, die Pflege vernachlässigt, bei der Qualität des Kaffees gespart und vielleicht auch noch lieblos zubereitet wird?!?

    Leider ist das noch viel zu oft der Fall. Du kriegst in einem sogenannten „Cafe“ oder „Cafe-Bistro“ sehr oft verbrannt riechenden, cremalosen Espresso. Zubereitungswünsche wie „Espresso groß, kurz“ oder „Ristretto doppio“ werden nicht verstanden, die Milch für Melange und Co. wird „aufgeschäumt“ bis sie fast kocht und Blasen schlägt, dann wird Milch in den Kaffe geschüttet, der Schaum drauf gelöffelt, Kakao drauf gestreut, dass die Bläschen auch gleich wieder in sich zusammensacken, usw ….

    Klar, der Wirt ist Schuld werden jetzt manche sagen. Stimmt nicht, sag ich, denn so lange Gäste diese miesen Gebräue trinken sieht der Wirt keinen Grund irgend etwas zu ändern oder gar dazu zu lernen, denn er verkauft ja sein Gebräu, dass auch dort Kaffee genannt wird, aber leider weit entfernt ist von diesem herrlichen Genussmittel Kaffeeeeeeeeeeee !!!

    • Das kann ich in vielen Punkten nur unterstützen. Mein Lieblingstrauma ist nach wie vor der Espresso macchiato, der als Mini-Cappuccino mit Bauschaumcharakter geliefert wird. Und ja, auch meine Zustimmung erhält die Aufforderung an alle Gäste und Kunden diese und ähnliche Kaffeeabwandlungen in genannt schlechter Qualität nicht weiter zu akzeptieren.
      Danke für den sehr passenden Kommentar. 🙂

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