Ein einzigartiges Gesamtkunstwerk: Die Wachau. Teil 2

WachauHier geht’s zu Teil 1

Zu den großen kulinarischen Delikatessen der Wachau zählt wegen ihrer einzigartigen Fruchtigkeit die „Wachauer Marille“, durch ihre Qualität von der Europäischen Union sogar mit einem Bezeichnungsschutz ausgestattet. Ihr Geschmack ist unverkennbar in den Knödeln, Marmeladen und raffinierten Desserts zu schmecken.  www.wachauermarille.at

Für regionstypische Hochgenüsse beim Wohnen, Essen und Trinken sorgen eigens zertifizierte „Best of Wachau“-Gastgeber. Sie verstehen sich als Aushängeschilder der Region und stehen für herausragende Qualität, die sicht- und schmeckbar ist. Das Qualitätssiegel „Best of Wachau“ tragen 52 Restaurants mit Gourmetküche auf Haubenniveau, traditionelle Wirtshäuser, Cafés sowie Hotels, Privatzimmer-Vermieter und Landwirtschaftsbetriebe, die „Urlaub am Winzerhof“ anbieten. Alle Best-of-Wachau- Betriebe finden sich unter
www.bestof-wachau.at

Nibelungengau. Eintauchen in Kultur & Geschichte Reist man entlang der Donau von West nach Ost erreicht man auf niederösterreichischem Boden zuerst den Nibelungengau. Zu seinem Namen kam der Nibelungengau, weil laut Nibelungenlied Rüdiger von Bechelaren (Pöchlarn) seinen Sitz als Lehensmann des Hunnenkönigs Attila gehabt haben soll. Bezeichnet wird damit das weite Tal westlich der Wachau zwischen Ybbs und Melk. Diese Region hat sich den Geheimtipp-Status noch bewahrt.

Durch die Region zieht sich an der Donau entlang der Weitwanderweg Nibelungengau, der den Donausteig in Oberösterreich mit dem Welterbesteig Wachau verbindet. Der Weg ist aussichtsreich, führt durch wildromantische Landschaften und teilweise am Donauufer entlang an schönen Plätzen und interessanten Ausflugszielen vorbei.

Im Nibelungengau stößt man auf Orte wie Ybbs, wo das älteste Donaukraftwerk Österreichs Ybbs-Persenbeug besichtigt werden kann oder Pöchlarn, die Heimatstadt des berühmten Expressionisten Oskar Kokoschka, in der wechselnde Exponate von dem Künstler zu sehen sind. Weiter flussabwärts auf der Anhöhe des rechtsseitigen Donautals befindet sich mit Maria Taferl einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte Österreichs. Die über 300.000 Pilger jährlich erfreuen sich an der barocken Basilika, der Schatzkammer und der wunderschönen Aussicht auf das Donautal.

Schloss Artstetten – das prachtvolle, weiße Schloss hoch über der Donau, mit seinen sieben charakteristischen Zwiebeltürmen war einst Sommersitz der kaiserlichen Familie, sowohl eine permanente als auch eine wechselnde Ausstellung geben Einblicke in das ganz private Leben des Habsburger Thronfolgers Franz Ferdinand.

Wachau. Inspirierendes Flusstal.
Ruhig fließt die Donau Richtung Osten und erreicht mit Melk den westlichsten Ort des als UNESCO-Weltkulturerbe geadelten Gebiets der Wachau. Die Donau schlängelt sich von nun an schroffen Felsen und Weinterrassen, Stiften und Burgen vorbei, bis sie Krems, den östlichsten Ort der Wachau erreicht. Im Westen wird die Wachau vom hoch über das Donautal ragenden Barockstift Melk begrenzt, im Osten thront Österreichs „Montecassino“ – das prachtvolle Stift Göttweig. In der Wachau faszinieren nicht nur die pittoresken Winzerorte Spitz und Weißenkirchen am Nordufer. Die bekannteste Ansicht der Wachau und sein heimliches Wahrzeichen ist wohl der blaue Turm der Stiftskirche von Dürnstein. Hier befindet sich auch die Ruine jener Burg, in der Richard Löwenherz nach seiner Gefangennahme 1192 lange Zeit eingekerkert war und der Sage nach vom Sänger Blondel gefunden worden war.

An das wilde Mittelalter erinnert die Raubritterburg Burgruine Aggstein in Schönbühel- Aggsbach, von der man einen herrlichen Blick über das Donautal genießen kann. Im Mittelalter wurden vorbeiziehende Schiffe von den Burgherren ausgeraubt. Erstaunliches über die Schifffahrt vor der Erfindung der Dampfschiffe erfährt man im Schifffahrtsmuseum in Spitz. Über 400 Exponate aus der Zeit als die Pferdezüge ganze Schiffe wieder flussaufwärts zogen sind hier zu sehen. Vom Mittelalter stark geprägt ist Krems, das mit der Kunsthalle Krems und dem Karikaturmuseum ein höchst aktives zeitgenössisches Kulturleben hat.

Veranstaltungstipps:
wachau GOURMETfestival. Jedes Jahr im Frühjahr findet auch das wachau GOURMETfestival statt, bei dem die Creme de la creme der Wachauer Hauben-Köche gemeinsam mit renommierten internationalen Gastköchen aufkocht. Heuer findet das Festival vom 9. – 23. April statt. I: www.wachau- gourmet-festival.at

Sonnenwende. Zur Zeit der Sonnenwende erstrahlen im Juni traditionell viele Orte in der Wachau in einem Licht von unzähligen Fackeln und Dutzenden Sonnwendfeuern. Das eindrucksvolle Spektakel führt alljährlich Tausende Besucher in die Wachau. Bei diesem Veranstaltungs-highlight wird das alte Brauchtum der Sonnwendfeiern auf spektakuläre Art gepflegt. Bereits zum achten Mal finden auch im Nibelungengau Sonnenwendfeiern statt. Am schönsten kann man den Feuerzauber der Sonnenwende im Nibelungengau am 27. Juni und der Sonnenwende Wachau am 20. Juni 2015 vom Schiff aus erleben.

Weinherbst & Erntedank. Im September und Oktober zur Zeit der Weinlese finden in der Region zahlreiche Weinverastaltungen statt. Im September findet in Spitz zudem jedes Jahr der Weinherbst statt. Hier erwartet die Besucher heuer von 26. September bis 11. Oktober ein umfangreiches Programm, bei dem der Wein im Mittelpunkt steht wie Tage der offenen Kellertüren,

Weingartenwanderungen und Weinherbstmenüs. Traditionell finden im Oktober in der ganzen Wachau die Erntedankfeste statt, bei der die Wachauer Bürger traditionell ihre typischen Wachauer Trachten mit den Goldhauben tragen. Sobald die Winzer die letzten Trauben gelesen haben, beginnen ab Mitte November die Weintaufen der neuen Jahrgänge, bei denen die ersten Weine aus den früh geernteten Trauben präsentiert werden. Diese finden beispielsweise im Stift Göttweig in Krems, Weißenkirchen oder Spitz statt.

Mit dem „Wachauer Advent“ und „Wachau in Echtzeit“ präsentiert sich die Wachau in der kühleren Jahreszeit als stimmungsvoller Ruhepol für Entspannungssuchende. Unter dem Titel „Wachauer Advent“ vereinen sich bezaubernde Adventmärkte in Schlössern, Burgen und Stiften mit einer Reihe authentischer Adventaktivitäten der einzelnen Wachaugemeinden. Adventsingen und Kirchenkonzerte sorgen vielerorts für besinnliche Stunden. „Wachau in Echtzeit“ ist ein sorgfältig zusammen gestelltes Kulturprogramm für Freunde gepflegter Unterhaltung. Ursula Strauss, die im Bezirk Melk gebürtige Schauspielerin und Kuratorin von „Wachau in Echtzeit“ bringt damit erlesene kulturelle „Perlen“ in die Region.

Text: Donau Niederösterreich Tourismus GmbH
Bild: Donau Niederösterreich/ Steve Haider

 

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