Die Jahresbilanz 2012 des Chefverkosters

Das Jahr 2012 ist vorbei und es ist viel passiert. Die Weinpresse wurde Mitte des Jahres geboren und hat sich auch gleich einen kuscheligen Platz am bunten Wein-Medienhimmel erobert. Mit inzwischen über 1400 Facebook-Fans – und es werden immer mehr – und einer wachsenden Twitter-Follower-Gemeinde gibt es keinen Grund zu klagen, denn dankenswerterweise werden die Zahlen hier immer mehr. Inzwischen schauen mehr als 1200 Besucher regelmäßig hier vorbei und erlesen sich mehr als 12000 Hits. Und die laufende Tendenz zeigt steil nach oben.

Auch das erste Redesign haben wir bereits hinter uns und die Umstrukturierung vom Blog zum Magazin hat, wie ich finde, dem Format sehr gut getan und auch die Reaktionen waren ausnahmslos sehr positiv. Ein schnellerer und einfacherer Zugriff auf die verschiedenen Rubriken und Themen ist einer modernen und vielseitig interessierten Leserschaft angemessen und würdig. An den wachsenden Besucher- und Verweilzahlen kann man sehen, dass von unseren Lesern diese Meinung geteilt wird!

Die erste Wahl des Weinpresse-Winzer-des-Jahres durch die Weinpresse-Leser war eine recht spontane Aktion und das Medium Facebook war genau richtig und schnell und dynamisch genug dafür. Das Ergebnis war eine Überraschung, zeigt aber den richtigen Denkansatz, unsere Leser in die Gestaltung miteinzubeziehen. Mit dem Gewinner, dem Weingut Perger, werde ich in nächster Zeit ein sicherlich spannendes Gespräch führen und seine Weine werden natürlich hier zu finden sein.

Die in diesen wenigen Monaten fast 140 intensiv verkosteten Weine waren sehr interessant um nicht zu sagen faszinierend. Ich habe sie fast ausnahmslos sehr genossen und es freut mich immer wenn auch von den Winzern und speziell von ihnen, liebe Leser, Feedback kommt und ich höre und lerne was denn da draußen so auf den Tisch kommt. Oft ist das ausgesprochen interessant, denn die Weingeschmäcker sind wohl sehr unterschiedlich. Und das nur damit zu erklären, dass viele Konsumenten einfach die unbekannteren Weinmacher nicht kennen oder auch nicht wüssten wie und wo deren Produkte zu kaufen wären finde ich etwas zu einfach. Nein, ich merke, es besteht – speziell bei den Lesern der Weinpresse – eine grundsätzliche Offenheit neuen Winzern und Weinen gegenüber. Unsere Leser sind offensichtlich immer an Neuem interessiert. Wobei zugegebenerweise viele der verkosteten Weine von den sogenannten Stars stammen. Das liegt aber weniger am Desinteresse kleineren Weingütern gegenüber, eher entstammt es der Tatsache, dass viele dieser großen 5-Sterne-Weinmacher schlicht und ergreifend wissen wie man die richtig guten Dinge macht. Und genau daran sind wir alle doch interessiert, oder?

Also – in diesem Sinne freue ich mich auf ein sehr spannendes und genussreiches 2013.

Ihr Chefverkoster, Herausgeber und Weinfreund
Gregor Klösch

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