Die Bierecke: Das neue Gusswerk.

Gusswerk, SalzburgAm letzten Wochenende im September war es dann endlich so weit. Dass Gusswerk eröffnete, nach monatelanger Umbau-, Parallelbetriebs- und Übersiedlungsphase den neuen Standort in Hof bei Salzburg und natürlich durften dabei Bierpapst Conrad Seidl und Bürgermeister nebst Pfarrer nicht fehlen. An den Namen, den die Brauerei von Ihrem alten Standort, einer ehemaligen Glockengießerei, trägt, erinnert nur mehr eine Glocke im Sudhaus. Und man nutzte die Eröffnung glamourös um mit einem eindrucksvollen Feuerwerk die langersehnte neue Kreation von Braumeister und Brauereibesitzer Reinhold Barta zu präsentieren.

Das Krinnawible reiht sich in die Reihe der stärksten Biere Österreichs ein. „Es ist ein echtes Whiskeybier mit schottischem getorften Malz und 14,5 Volumsprozent.”, erklärt Barta. Nachgereift in Whiskeyfässern, im einzig offiziell genehmigten Sprengstoffkeller in Vorarlberg und limitiert auf nur 2.000 Flaschen. Und wie bei vielen Gusswerkbieren findet man eine wunderschöne Geschichte, wenn man nur ein klein wenig nachbohrt: Das Krinnawible ist eine Sagengestalt, ein Weibchen, das den Berg bewacht. Den Berg, in dem das Bier lagerte hat es wohl sehr gut bewacht, möge es die Brauerei selbst auch noch bewachen.

Doch bis Reinhold Barta vor 6 Jahren am Gusswerk-Areal in Salzburg die erste „biodynamische Brauerei“ der Welt gründete, war es ein langer Weg. Der Bierdurst wurde ihm nämlich nicht in die Wiege gelegt. Geboren im niederösterreichischen Weinviertel, war er bis in die Anfänge seiner Studentenzeit Weintrinker, bis – ja, bis er in seiner Studentenwohnung sein erstes Bier braute. Nach Abschluss seines Lebensmittel- und Biotechnologie Studiums begann er für Stiegl das erste Paracelsus Hausbier zu brauen. Mit 12° Stammwürze und einem Alkoholgehalt von 5%Vol. Alkohol, hergestellt aus 100 Prozent biologisch-kontrollierten Rohstoffen.

Am neuen Standort in Hof geht der Braumeister noch einen Schritt weiter. Nicht nur seine Rohstoffe sind Bio- und Demeter- zertifiziert. Er setzt auf CO2 neutralen Strom aus Wasserkraft und hat einen eigenen Gastank durchgesetzt, um nicht wie ursprünglich am Standort vorgesehen, vom Öl abhängig zu sein. Zur bereits installierten Wärmerückgewinnung wird sich im nächsten Jahr noch eine Photovoltaikanlage gesellen.

So jung die Brauerei auch ist, so zahlreich sind die bereits erworbenen Auszeichnungen. Nach Best Of Bio-Award 2007, BierIG Award 2008, 2009 und 2010, Bestes Bierpub Österreichs 2008, Bier des Jahres 2009, 2010 und 2012, Staatsmeister der Österreichischen Kleinbrauereien 2009 bis 2012, Biersommelier des Jahres 2011 und Brauerei des Jahres 2012 gab es heuer auch noch den begehrten goldenen European Beer Star für das Weizenguss (Weißbier).

Im Sortiment befinden sich derzeit 16 verschiedene Biere, drunter österreichische und internationale Klassiker, Kräuterbiere, kreative Starkbiere und ein Wein-Bier-Hybrid. Bestellen kann man die Biere unter www.mybier.at oder www.biertraum.de. Außerdem sind die Gusswerk-Produkte in einer Reihe von Biolebensmittelmärkten gelistet.

Prost, wir wünschen Reinhold und seinem Team allzeit gut Sud am neuen Standort.

Text: Karin Vouk
Bild: Vouk

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