Das Kremstal. Gelebte Historie

Nigl, KremstalDas Zentrum von Kremstal stellt klar die historische Stadt Krems mit der Zwillingsstadt Stein dar. Generell ist das Kremstal eine Heimat vinophiler Historie. Alleine in der Stadt Krems befinden sich die bekannten Rieden Sandgrube und Pfaffenberg. Diese Rieden gelten urkundlich zu den ältesten Rieden der Weinlandes Österreich. Im Kremstal dominieren Löss- & Urgestein stark. Ebenso ist das Kremstal auch die Heimat des bekannten Lenz Moser, welcher bekanntlicher weise die Drahtrahmen-Erziehung erfand bzw. entwickelte.

In der Stadt Krems finden Sie zum Beispiel auch die große Winzergenossenschaft Krems, welche rund 1.100 Mitglieder umfasst und gemeinsam rund 1.000 ha Vertragsrebflächen bewirtschaften.

Die 2.243 Hektar große Rebfläche des Kremstals verteilt sich auf drei unterschiedliche Zonen: das eigentliche Kremstal und die historische Stadt Krems, deren westlicher Teil namens „Stein“ direkt an die Wachau anschließt, die östlich anschließenden mächtigen Lössdecken und die kleinen Weinorte südlich der Donau rund um das monumentale Stift Göttweig. Seit 2007 steht Kremstal DAC für würzige Grüne Veltliner und elegante, mineralische Rieslinge, die neben der frischen, klassischen Linie auch als kräftige Reserve Weine auf dem Markt kommen. In der alten Kulturstadt Krems ist der Weinbezug überall spürbar: Historisch gesehen mit alten Lesehöfen und Zeugnissen der großen Weinbautradition, aus heutiger Sicht mit jungen, erfolgreichen Winzern, einer innovativen Genossenschaft, einer modernen Weinbauschule und nicht zuletzt als Standort der niederösterreichischen Landesweinmesse.

Eines der ältesten Weingüter des Kremstals, und auch ganz Österreichs, ist das Weingut Zöhrer. Die Geschichte des Weingutes reicht zurück bis in Jahr 1240. Heute erzeugt Toni Zöhrer Weine von einem ganz besonderen Format. Neben den Klassikern Riesling und Grüner Veltliner mit den Namen Impuls, Urknall, Sand 1 und Gigant, finden Sie hier auch wahre Raritäten. Zum Beispiel den Traminer „Traditionsabfüllung“ (ehemals Grand Reserve). Dieser Gewürztraminer ist komplett anders, als man diese Rebsorte kennt. Ebenso spannend ist der Sauvignon Blanc in der Sommelieredition. Ein fulminanter Sauvignon mit Tiefgang, Raffinesse und Eleganz. Aber Vorsicht! Schließlich hat dieser Wein über 14 Vol.-% Alkohol.

Das Weingut Thiery-Weber besticht durch Jugendlichkeit. Unter der Leitung von Artur Toifl erzeugt die Familie Weine mit Feingefühl, Frische und Pepp. Zudem wird ein interessanter gemischter Satz unter dem Namen „Wolfern“ gekeltert. Sehr spannend ist ebenso der Grüne Veltliner mit Artur Toifl als Namensgeber. Kraftvoll und komplex zeigt er sich in einem besonderen Glanz.

Nicht unweit der Stadt Krems finden Sie auch eines der besten Restaurants Östrerreich. Das Landhaus Bachler in Mautern bietet eine mehrfach und hoch ausgezeichnete Küche in Kombination mit hervorragenden Weinen der Region.

Auch das Weingut Malat darf dabei nicht vergessen werden. Ebenso besticht es durch lange Weinmacher-Tradition. Sehr bekannt sich natürlich die Weine aus der Serie „Vinotheksabfüllung“. Gerald Malat gehört zu den Pionieren der heimischen Weinszene. Zudem unterrichtet er auch an der Weinakademie. Auch ich durfte in den Genuss kommen und von ihm alles über Kellertechnik erlernen und sein Weingut besuchen. Das Weingut Malat zeigt klar dass es auch in einer Weißweingegend problemlos möglich ist Rotweine von besonderem Format zu erzeugen.

Text: Peter Ladinig
Bild: Nigl

2 comments on “Das Kremstal. Gelebte Historie

  1. Sollte Winzer heissen???

  2. Richtig! Schon geändert! Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

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