Chefverkosters Diary. Der Baum ist weg.

Der Baum ist wegDer Baum wird nun abgeräumt. Nur mehr die Lichter sind übrig, der Schmuck, der Glitzer, die Kerzen, die Sternspritzer, all die Dinge, die ich an Weihnachten gerne habe, können wieder in ihre Schachteln verschwinden. Zurück in die Box und warten auf den nächsten Einsatz. Advent 2015 dann wieder. Es ist ein bisschen traurig, den schönen Baum so ganz schmucklos zu sehen. Mir wird ein wenig schwer ums Herz, denn Weihnachten ist für mich immer auch ein Familienfest, ein Fest des Kinderlachens, des Familientreffens, des Feine-Sachen-essens und des Extra-dafür-aufgehobene-Weine-öffnens. doch damit ist für diese Saison endgültig und unwiederbringlich Schluss. Das Baum-abputzen ist das Zeichen.

Irgendwie sind die Tage nach den Feierlichkeiten und nach Neujahr aber immer auch ein Wiederauftauchen in die reale Welt. Ein Neubeginn vielleicht, einer der, so ab dem 7. Jänner herum, das Leben wieder ernst nimmt. Ein Augenöffnen und sich wundern, dass die Welt um uns herum noch steht. Wenn alle langsam an den Arbeitsplatz und in den Alltag zurückkehren, dann beginnt das Leben wieder in gewohnten Bahnen zu laufen. Und das ist, zurückkommend auf den etwas wehmütigen ersten Absatz, ein tröstlicher Gedanke.

Wie geht es Ihnen, liebe Leser, mit dem Jahresanfang? Irgendwelche Vorsätze, die um Beachtung ringen? Irgendwelche neue Ideen, die ab sofort umgesetzt werden möchten? Oder ist es wieder nur das ewig Gleiche, das, was wir schon 2014 und die Jahre davor erlebt haben? Wir werden ab sofort die Tore der Weinpresse wieder weit aufsperren, das ist einmal der erste Vorsatz, den ich bei uns hier erkennen kann. Ein weiterer könnte sein, unserem Magazin neue Winzer, neue Weine und neue Genussmomente zuzuführen. Aber das als Vorsatz anzuführen klingt schon ein wenig banal.

Wir hier begehen diesen Neustart übrigens mit dem Herrn Taferner im Glas. Excalibur 2008. Auch was schönes.

In diesem Sinne, verehrte Leser, wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ei­nen harmonischen und geschmacksreichen Jahresanfang und – na­tür­lich – im­mer zwei Fin­ger­breit Wein im Glas.

Ihr Chef­ver­kos­ter, Her­aus­ge­ber und Wein­freund
Gre­gor Klösch, gregor.​kloesch@​dieweinpresse.​at

Bild: Klösch

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