Chefverkosters Diary. Jahresende.

Andy Bigler über WeihnachtenLangsam gehen hier in der Redaktion die Lichter aus, die Computer werden hinuntergefahren, die Lichter gelöscht. Die Gläser können gewaschen, die Flaschen und Servietten entfernt, Kugelschreiber und Papier verräumt werden. Das Jahr findet langsam sein Ende.

Es hat sich viel getan, hier in der Weinpresse. Die Redaktion hat sich in manchen Bereichen verändert, neue Gesichter haben sich eingefunden, die Chefredaktion ist neu besetzt. Aber eines nach dem anderen. Die erste große Veränderung war ein spannender Zugang in der Weinredaktion, unser Andy Bigler hat das Licht der Weinpresse-Redaktion erblickt. Er kommt aus der Gegend um Klosterneuburg und man könnte fast formulieren, er wäre umtriebig in allen österreichischen Weingebieten unterwegs. Man kennt ihn dort; auf Du und Du mit Rebe und Weinbauer. Bekannt wie ein bunter Hund sozusagen. Wenn Du diese Formulierung verzeihst, lieber Andy. Er hat viele Winzer zu uns gebracht, viele Weine für uns verkostet, sein Urteil zählt hier in diesen Räumen und bei vielen unserer Leser. Ich sehe ihn vor mir, wie er durch die Weinkeller seiner Lieblingsweinmacher turnt, wie er kritisch deren Produkte im Glas beäugt, in diesem von mir gezeichneten Bild vielleicht schwungvoll untermalt von Frank Zappa …

Eine weiter interessante Veränderung war die Neubesetzung der Bierecke hier im Haus. Schon seit längerem war diese Rubrik unbemannt (unbefraut, wäre vielleicht passender), da aber

Bier für uns fest in die Kategorie Genuss passt und weil unsere Leser sich auch gerne damit beschäftigen, mit Informationen versorgen lassen, war die Bekanntschaft mit Tiffany Heiner, der Österreich-Amerikanerin aus Villach ein wahres Geschenk. Und so sorgt sie seitdem für Nachschub an dieser Front und ihre Beiträge sind wohlgelitten und gerne gelesen. Interessant und lehrreich. Genau was wir hier brauchen.

Die Neubesetzung der Chefredaktion war gegen Ende des Jahres die letzte große Veränderung und wohl auch die mit den weitreichendsten Folgen. Kathrin Bürger wird sich in den kommenden Wochen immer mehr hier einfühlen und wir werden auch mehr und mehr von ihr selbst lesen. Aber da sie auch immer mehr die redaktionelle Führung übernimmt wird sich ihre Handschrift in wachsendem Maße in allen Bereichen abzeichnen. Ein Nebeneffekt ist bereits die Wiederaufnahme der Themenwochen, eine Maßnahme, die im Jahr 2015 Raum greifen wird und uns wieder, wir hatten so etwas schon über längere Zeit, viele Leser bringen wird. Kurs auf Wachstum, so wäre also die Formulierung.

Es bleibt spannend, wir bleiben gespannt. Das wäre meine ganz eigene Conclusio, mein Jahresendmotto, wenn wir so wollen. Und ich schließe meinen Beitrag frei nach den Worten Johnny Kleins, eines großen deutschen Journalisten: „Wir hoffen, im neuen Jahr wieder mehr wollen zu können und weniger müssen zu müssen.“

In diesem Sinne, verehrte Leser, wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ei­ne schöne und genußreiche Weihnachtszeit und – na­tür­lich – im­mer zwei Fin­ger­breit Wein im Glas.

Ihr Chef­ver­kos­ter, Her­aus­ge­ber und Wein­freund
Gre­gor Klösch, gregor.kloesch@dieweinpresse.at

Bild: Bigler

One comment on “Chefverkosters Diary. Jahresende.

  1. Vorerst wünsche ich allen LeserInnen und Weinpresse-KollegInnen ein schönes Weihnachtsfest, besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

    Nun zu Dir, lieber Gregor. Aufrichtigen Dank für die treffende Kurzbeschreibung meiner Person. Ich wäre beinahe errötet bei so viel Lob und der bunte Hund passt auch, da gibt’s nichts zu verzeihen. Du hast ja nicht fauler Hund geschrieben, was aber manchmal leider auch zutrifft. Nur „Zappa“ ist und war nie wirklich meine musikalische Richtung, eher „ZZ Top“, „Santana“, „Supermax“ und „Falco“. Auch dir wünsch ich ein schönes Fest und besinnlich, ruhige Feiertage!

    Andy Bigler
    http://www.andreasbigler1.at

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