Chefverkosters Diary. April, April.

Wachau, Panorama

Blick von Rossatz auf die Donau

Nein, nein. Lassen Sie sich bitte vom Titel nicht abschrecken. Hier geht alles mit rechten Dingen zu und den ganzen April über wurde niemand in denselben geschickt. Ganz im Gegenteil. Die Weinpresse hatte im April so hohe Zugriffszahlen wie noch nie, wir haben im vergangenen Monat die Grenze der 28.000 Pageviews deutlich überschritten. Was uns wieder einmal in unserem Konzept bestärkt, ganz speziell die guten Sachen zu vertreten und unseren Feldzug für den Genuss und die schönen Dinge des Lebens fortzuführen und zu verstärken. Und ich freue mich, dass so viele unserer Leser mit an Bord sind. Quasi mittendrin, statt nur dabei.

Weinmässig haben wir uns in den letzten Wochen mit zwei recht unterschiedlichen Weingebieten auseinandergesetzt. Einerseits haben wir Josef Fischer, den jungen Winzer aus Rossatz besucht und dabei gelernt wieviel Drive ein Weingut wieder bekommen kann, wenn neues Blut auch neue Energie bringt und die Komponenten Erfahrung, Tradition und Moderne so erfolgreich verschmelzen dürfen. Und dass die Wachau aus mehr besteht als nur Dürnstein und Spitz. Andererseits haben wir uns auch intensiv mit Weinen vom Neusiedlersee beschäftigt und dabei die unterschiedlichen Charaktere und die vielen feinen Nuancen ertasten können, die dort entstehen. Beide Weingebiete, so konträr sie auch in mancher Hinsicht sind, spiegeln auch sehr markant die Haltung der österreichischen Weinmacher wider. Zu sehen ist ein hohes Qualitätsbewusstsein neben dem Anspruch, einen eigenen Stil zu vertreten und die Weine und Kompositionen des eigenen Herzens auf den Markt zu bringen.

Was uns nun in den folgenden Monaten erwartet ist aber nicht weniger spannend. Unsere Reihe Winzerinnen Österreichs werden wir mit dem Winzerportrait Jacquelin Kleins, der selbstbewussten, jungen Weinmacherin aus Andau, eröffnen und auch gleich fortsetzen mit einem Familienweingut aus Gols, das von Elisabeth Wendelin geleitet wird. Beide haben wir in den letzten Wochen besucht und lange Gespräche geführt. Und gemeinsam mit unseren Lesern werden wir herausfinden, was sie antreibt und warum ihre Weine so sind wie sie sind.

Auch erfolgreich zu berichten gilt es, dass die Weinpresse einen neuen Zugang erfahren hat. Erik Stepanek von PleaseCheese wird ab Mitte Mai die Rubrik Käse hier auf der Weinpresse übernehmen. Damit wird der Bereich Genuss erfolgreich noch weiter ausgebaut und wir alle haben die Möglichkeit an einer großen Menge  Know-How und Herzblut für die Sache zu partizipieren. Und als Käseliebhaber freue ich mich auf diese Beiträge ganz besonders.

Also, meine geschätzten Leser, bleiben sie uns gewogen. Ich wünsche ihnen einen sonnigen, genussreichen und warmen Mai und – natürlich – immer ein Fingerbreit Wein im Glas.

Ihr Chefverkoster, Herausgeber und Weinfreund
Gregor Klösch, barrique@dieweinpresse.at

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