Charme direkt am Salzachufer: Cafe am Kai.

SalzburgAls Be­su­cher der Stadt Salz­burg wird man das Ge­fühl nicht los, ohne Mo­zart ginge hier gar nichts. Als Testi­mo­nial muss Wolf­gang Ama­deus für so ziem­lich al­les her­hal­ten. Auch viele Gas­tro­no­mie­be­triebe be­die­nen sich sei­ner Be­rühmt­heit, was bis zu ei­nem ge­wis­sen Grad auch ver­ständ­lich ist, aber ir­gend­wann hat man als nicht tou­ris­ti­scher Salz­burg­be­su­cher ge­nug von die­sem Zin­no­ber. Umso er­freu­li­cher war es, di­rekt an ei­nem Tou­ris­ten­pfad ein Lo­kal zu ent­de­cken, das zu den löb­li­chen Aus­nah­men zählt und so gar nichts mit Mo­zart als Werbe-Testi­mo­nial am Hut hat. Di­rekt beim Müll­ner Steg, am lin­ken Salz­ach­ufer, liegt das chil­lige Cafe am Kai.

Die junge Päch­te­rin, Da­niela Putz, hat eine klar de­fi­nierte Bot­schaft, was ihre Vor­stel­lung von Gas­tro­no­mie, Qua­li­tät und Gast­freund­schaft be­trifft. Ihre Gäste sol­len sich in ih­rem Kaf­fee­haus wohl­füh­len, gut es­sen und trin­ken und sich da­bei ent­span­nen. Aber nicht nur das, als ge­bür­tige Salz­bur­ge­rin ist es ihr ein Be­dürf­nis, Re­gio­na­les und Bo­den­stän­di­ges an­zu­bie­ten. Die Grund­pro­dukte stam­men von nahe ge­le­ge­nen Pro­du­zen­ten und sind größ­ten Teils bio­lo­gi­scher Her­kunft.

Das gas­tro­no­mi­sche Kon­zept stellt eine ge­lun­gene Mi­schung aus ge­müt­li­chem Kaf­fee­haus und uri­gem Bei­sel dar. Dem­entspre­chend ge­stal­tet sich auch das Spei­sen­an­ge­bot. Kas­press­knödl­suppe, Flamm­ku­chen, Pas­ta­ge­richte und ver­schie­den­ste warme und kalte Brote ge­gen den klei­nen bis gro­ßen Hun­ger mun­den her­vor­ra­gend und sind selbst­ver­ständ­lich im­mer fri­sch und haus­ge­macht. Selbst ge­mach­ter Ap­fel- und Top­fen­stru­del schme­cken min­des­tens ge­nau so gut, wie zu Hause bei Oma. Die haus­ge­mach­ten Mehl­spei­sen wer­den nicht nur aus qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Zu­ta­ten her­ge­stellt, sie wer­den auch den höchs­ten An­sprü­chen ge­recht und las­sen zu­dem wahr­schein­lich so man­chen Kon­di­tor er­blas­sen.

Ne­ben di­ver­sen Kaf­fees und Tee­sor­ten wer­den auch Bier­spe­zia­li­tä­ten, aus­ge­suchte Weine und Bio­säfte an­ge­bo­ten.

Bei mei­nem Be­such, kurz vor Weih­nach­ten letz­ten Jah­res, wa­ren auf­grund der war­men Wit­te­rung auf der Ter­rasse fast alle Plätze be­setzt, was durch­aus ver­ständ­lich ist, denn bei knapp 20°C am Ufer der Salz­ach zu sit­zen, den Blick auf die Fes­tung zu ge­nie­ßen und da­bei haus­ge­mach­ten Glüh­wein oder Punsch zu schlür­fen, ist nicht all­täg­li­cher See­len­bal­sam. Da­niela Putz und ihr Team sind nicht nur um ihre Gäste be­müht, sie ma­chen ein­fach al­les rich­tig — pro­fes­sio­nell, fa­mi­liär und ehr­lich!

Fa­zit: Ein uri­ges, nicht tou­ris­ti­sches, Kleinod und das di­rekt an der Haupt­ader des Salz­bur­ger Tou­ris­mus­stroms. Be­mer­kens­wert und äu­ßerst er­freu­lich!

Cafe am Kai
Müll­ner Haupt­straße 4
5020 Salz­burg

Text: Andy Big­ler

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