Chardonnay, 2009, Gesellmann

Albert GesellmannKlares etwas dünkleres Grüngelb, gelbe Reflexe. Braucht Luft, in der Nase süßes Milchkaramell, viel reifer Apfel und gelbe Tropenfrucht, etwas Zitronenschale, sehr frische und animierende burgundische Nase. Am Gaumen recht stoffig, etwas Karamell, Apfel und wieder gelbe Frucht, sehr trinkanimierend, mittelbreit, Zitrone und Mineralik gegen Schluss, mittellang.

Gute Mittelklasse, meint die Verkosterrunde, vielleicht auch etwas mehr. Sehr fein, fruchtig und ausdrucksstark. Trinkig, ja, ein richtiger Spassmacher, gar keine Frage. Wer Lust auf einen feinen Chardonnay hat, der ist hier sicher richtig. die Runde hat dafür drei sehr fette Spirits und auf jeden Fall eine genauso fette Kaufempfehlung. Ein interessanter Kollege im Glas, soviel ist sicher.

Das Weingut Gesellmann gehört zu den 5 Sterne Weingütern Österreichs. Beim Thema Rotwein und Burgunder aus dem Mittelburgenland macht den Damen und Herren dort so schnell keiner etwas vor. Mit dem Cuvee „G“ liegen sie beim Jahrgang 2009 mit 96 FS österreichweit ganz vorne, Seite an Seite mit einem Heinz Velich und wenigen anderen in dieser Klasse. Albert Gesellmanns Vater Engelbert war einer der Wegbereiter der internationalen Rebsorten hierzulande. Und Albert, nach Lehrzeiten in Südafrika und Kalifornien verfolgt seit seiner Betriebsübernahme eisern sein Ziel der absoluten Qualität weiter, was nun in einer Umstellung auf einen Bio-Betrieb gipfelt. Mit über 35 ha Rebfläche und mit so manchem Rebstock der die 80-Jahre Grenze bereits überschritten hat, mit modernsten Vinifikationsmethoden und traditionellen Einflüssen wie Maischegärung oder biologischem Säureabbau legt er die Latte hoch. Einmal mehr.

Verkostet, am 2.7.2012
Bild: Gesellmann

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