Buri Friulano, 2007, Weingut Miani, Friaul

Enzo Podoni, Friaul, ItalienIm Glas helles Gold. In der Nase grüne grasige Noten, dicht und sehr vital, Birne, reife Marille, florale Noten, viel Kräuterwürze darunter, Vanille, Anklänge von Buttermilch. Am Gaumen dicht, kraftvoll und dabei sehr elegant, Vanille, helle und gelbe Früchte, viel reife Birne, schön balanziert und harmonisch, abwechslungsreich und spannend, dunkle Kräuterwürze, schwarzer Pfeffer als Basis, endlos im Mund mit Birne, Kräutern und schwarzem Pfeffer.

Spannend dieser Pirat, der unseren Verkostungstisch da auf Umwegen erreicht. Sehr abwechslungsreich und sehr schön balanziert, kraftvoll und harmonisch. Eine eigene Klasse, könnte man sagen und die Verkosterrunde ist tief beeindruckt von so viel Kraft und so viel vinophiler Feinfühligkeit, aber auch von so viel Leidenschaft, die da spürbar wird und so viel Verbundenheit dieses Italieners mit Produkt und Natur. Man hat dafür die Vier-Sterne-Tafel gezückt und eine fette Kaufempfehlung. Kaufen, den aktuellen Jahrgang natürlich, liegen lassen, und dann auskosten. Mit allen dazu passenden Sinnen.

Spannend auch, was man da noch einiger Recherche über Enzo Pontoni und sein Weingut im Friaul zu lesen findet. Ein Weinbauer der konservativen Klasse, was den Umgang mit Besuchern, mit Verkostern, mit Öffentlichkeit angeht. Ein Weinmacher, der modernen, offenen, um nicht zu sagen jungen Klasse, was den Umgang mit seinen Weinstöcken und der Vinifikation angeht. 18 Hektar sind eine ganze Menge Fläche, daraus nur knapp 10.000 Flaschen Jahresproduktion zu machen, lenkt das Konzept Qualität in ganz neue Bahnen.

Verkostet, am 9.11.2013
Bild: Klösch

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