Bunte Vielfalt (Teil 3): Cocktails und ihre Gläser

SWelche Gläser für welchen cocktail?itzt man in einer gemütlichen Wochenendrunde zusammen und entscheidet sich für einen bestimmten Cocktail, so ist die Frage nach dem richtigen Glas für den richtigen Drink unerlässlich für das Aussehen des fertigen Cocktails. Festgeschriebene Regeln dafür, wann welche Art von Glas zu verwenden ist, existieren in der Cocktailwelt jedoch nicht. Meist bestimmt selbstredend schon die Größe des Drinks, in welches Behältnis er wandern soll, ohne dass die Zubereitung oder der Genuss in einem Desaster aus verschütteten Flüssigkeiten enden.

Eines ist beim Griff nach dem richtigen Glas jedoch wichtig: die Einfachheit. Um dem Cocktail im Inneren farbliche Geltung zu verschaffen, sollten die Gläser nach Möglichkeit nicht selbst färbig sowie ohne Verzierungen oder Aufdrucke sein (und selbstverständlich absolut rein). Wenden wir uns damit in diesem neuen Teil unserer Reihe zum Thema Cocktail einigen Gläserarten zu:

Cocktailschalen, Martinigläser
Die runden Cocktailschalen mit Stiel sind vielleicht eine der grundlegendsten, bekanntesten Gläsertypen. Das Fassungsvermögen variiert je nach dem genauen Fabrikat, bewegt sich aber meist im Bereich von 100 Milliliter und mehr. Sie eignen sich für viele Drinks, doch zentral ist dabei vor allem der Stiel, der es ermöglicht zu trinken, ohne den Cocktail durch die eigene Hand aufzuwärmen. Wer schon einmal ein trichterförmiges Glas mit Stiel in Händen gehalten hat, kennt auch die Martinigläser, nahe Verwandte der Cocktailschalen.

Longdrinkgläser
Sie sind ein Allrounder für viele Drinks. Ihre Gestalt ist zylinderförmig und wie ihr Name bereits verrät, kommen sie bei volumenmäßig größeren Cocktails zum Einsatz. Ihre Füllmenge bewegt sich meist im Bereich von 200 bis 250 Millilitern. Dank ihrer Ausmaße eignen sie sich für Drinks, bei denen eine Basisflüssigkeit mit einer weiteren Flüssigkeit aufgegossen wird, also Cocktails mit Fruchtsäften, Soda-, Tonic- oder Mineralwasser. Auch Milchmixgetränke und Drinks mit großen Mengen Eis sind hier gut aufgehoben (beispielsweise der Mojito).

Whiskygläser
Diese ebenfalls zylinderförmigen Gläser sind auch als „Tumbler“ bekannt und kommen ebenso bei vielen Sorten Drinks zum Einsatz. Das Fassungsvermögen variiert stark und kann sich in Gegenden von 50 bis 250 Millilitern bewegen. Somit eignen sie sich beispielsweise für Longdrinks, Sours, Caipirinhas oder für Spirituosen „on the rocks“, wie purer Genuss mit Eiswürfeln auch genannt wird (z.B: Whisky mit Eis).

Schnaps- und Likörgläser
Beide besitzen selbstredend nur geringe Füllmengen. Schnapsgläser bieten 20 bis 25 Millilitern Flüssigkeit Platz, Likörgläser etwa 50 Millilitern. Beide sind somit vorwiegend für Shots geeignet, doch können sie auch in der Zubereitung von Longdrinks eine zentrale Funktion erfüllen. Geht es etwa darum bei großen Cocktails die richtige Menge der Basisspirituose einfach und unkompliziert abzuschätzen, so bieten sich beide mit ihren bekannten Füllmengen schnell als Messgläser an.

Natürlich bildet die Frage nach dem richtigen Glas für den richtigen Drink eine eigene kleine Wissenschaft in der Welt der Cocktails. Auch Wein- und Sektgläser sind in der Cocktailwelt durchaus anzutreffen und wer schon einmal Bekanntschaft mit einem Piña Colada geschlossen hat, kennt natürlich auch die großen, gebogenen Ballongläser.

Doch gleichgültig in welchem Glas welcher Cocktail letztlich landet, wie beim Essen gilt auch hier ein altbekannter Grundsatz: Das Auge trinkt mit!

Text & Bild: Cornelius Binder

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