Bunte Vielfalt (Teil 2): Cocktails und ihre Spirituosen

Cocktails.Willkommen zurück in der bunten Welt der Cocktails! Bei unserem letzten Blick ins Universum von Pina Colada, Caipirinha und Co standen eine Handvoll grundlegender Begriffe sowie einige Cocktailgruppen im Mittelpunkt unseres Interesses. Heute nähern wir uns in einem neuen Teil unserer Cocktailserie Bunte Vielfalt der breiten Masse an Spirituosen, die vielen Mixdrinks als Ausgangsbasis dienen.

Rum
Selbstredend ist Rum eine der bekanntesten Ausgangszutaten vieler Cocktails. Seine Herkunft aus der Karibik ist wenigstens ebenso weithin bekannt. Sein Grundstoff ist Zuckerrohr sowie die Melasse, ein dickflüssiger Zuckersirup. Sein endgültiges Erscheinungsbild (sowie seinen Alkoholgehalt) erhält der Rum über diverse Gärungs- und Destillationsschritte, wobei auch die Lagerung in Eichenfässern einen Einfluss auf das Geschmackserlebnis besitzt. Als Faustregel gilt, je dunkler die Farbe, desto intensiver und hochprozentiger ist die Rumsorte. Weißer Rum (37,5 % Vol) eignet sich vor allem für leichte Cocktails und Longdrinks, während dunkler Rum (bis zu 75 % Vol) für heiße Mixgetränke wie etwa Punsch gut geeignet ist.
Ein Beispiel für einen bekannten Cocktail auf Rumbasis ist der Mojito.

Whisk(e)y, Scotch, Bourbon
Ja, für den Whisky existieren beide Schreibweisen. Das „e“ mit an Bord ist bisweilen in Irland sowie den USA anzutreffen. Der Grundstoff für Whisky ist bekanntermaßen Getreide, deren Maische zum bekannten Whisky destilliert wird. Jedoch existiert neben dem milderen Grain-Whisky ebenso eine Variante mit Malz, der Malt-Whisky, und in den USA und Kanada ist ebenso der Whisky aus Roggen bekannt, der Rye-Whisk(e)y. Scotch und Bourbon sind ebenso Teil der Whisky-Familie. Die Bezeichnung „Scotch“ meint rein in Schottland produzierten Whisky, während sich der in den USA hergestellte Bourbon durch eine Getreidemischung mit mindestens 51 Prozent Maisanteil auszeichnet.
Auch Whisky erhält einen großen Anteil seines letztlichen Geschmackes durch die teilweise mehrjährige Lagerung, die wiederum in Eichenholzfässern stattfindet. Der endgültige Alkoholgehalt bewegt sich in der Gegend von 40 % Vol.
Ein Beispiel für einen Cocktail auf Whiskybasis ist der Whisky Sour.

Gin
Sein Grundprodukt ist tendenziell wohl eher nur eingefleischteren Cocktailfans ein Begriff. Der Grundstoff ist Wacholder, der mittels verschiedener Destillationsschritten sowie der Zugabe diverser Gewürze (z.B: Kardamom) zum Gin wird. Da durch diese Zutaten der grundlegende Wacholdergeschmack abgemildert wird, ist Gin zum Mixen gut geeignet. Er verbindet sich harmonisch mit vielen anderen Zutaten. Der Alkoholgehalt liegt je nach Sorte bei wenigstens 37,5 % Vol.
Bekannte Beispiele für Cocktails auf der Grundlage von Gin sind der Gin Tonic sowie der Tom Collins.

Wodka
Seine Herkunft aus Russland ist weithin bekannt. Er besteht aus einem Getreide- oder Kartoffeldestillat, das durch Einsatz von Aktivkohle gefiltert wird. Eine weitere Reifung des letztlichen Endprodukts mit etwa 40 bis 45 % Vol ist nicht erforderlich. In seinem Herkunftsland wird er vielfach pur getrunken, während er im Westen eine verbreitete Basis für Cocktails darstellt.
Die Bloody Mary ist ein weithin bekanntes Beispiel für einen Drink auf Wodkabasis.

Natürlich liefert diese kleine Liste der Basisspirituosen nur einen Überblick über die bekanntesten Alkoholika in der Welt der Mixdrinks. Der Blick auf weitere Grundbausteine alkoholischer Cocktails steht uns in einem weiteren Teil unserer Themenreihe Bunte Vielfalt bevor.

Text: Cornelius Binder
Bild: pixabay

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